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Politik II

Finnland: Regierungswechsel nach Sieg der Zentrumspartei ++ Syrien: Verschleppte Frau aus Tübingen ist wieder frei ++ Nordkorea: Kim Jong-un klettert auf höchsten Berg des Landes ++ Nordzypern: Stichwahl um das Präsidentenamt möglich

Regierungswechsel nach Sieg der Zentrumspartei

Machtwechsel in Finnland: Bei der Parlamentswahl hat die oppositionelle Zentrumspartei von Juha Sipilä den Sieg errungen. Sie löst damit die Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Alexander Stubb ab. Nach Auszählung fast aller Stimmen verfügt die Zentrumspartei künftig über 48 der 200 Parlamentssitze. Sie stellt damit den Ministerpräsidenten. Sipilä braucht Koalitionspartner. Dafür kommen die beiden abgewählten Regierungsparteien, die konservative Nationale Sammlungspartei und die Sozialdemokraten sowie die euroskeptische Partei Die Finnen infrage.

Verschleppte Frau aus Tübingen ist wieder frei

Eine im vergangenen Oktober nach Syrien verschleppte Tübingerin ist nach Medienberichten frei. Das bestätigte die Familie der 22-Jährigen den „Stuttgarter Nachrichten“. Derzeit befänden sich die junge Frau und ihr im März geborenes Baby in der Türkei. Sie würden von Mitarbeitern des Auswärtigen Amtes betreut. Der Ehemann der Frau, ein mutmaßlicher Al-Qaida-Kämpfer, soll seine zum Islam konvertierte Frau seit vergangenem Herbst festgehalten haben. Nun ließ er seine Frau und die gemeinsame Tochter überraschend frei.

Kim Jong-un klettert auf höchsten Berg des Landes

Neuer Höhepunkt im Personenkult um die Herrscher-Familie: Nordkorea hat Bilder von Machthaber Kim Jong-un vor dem Hintergrund des höchsten Gipfels des Landes veröffentlicht. Kim habe den Paktu-Berg (2750 Meter) am Sonnabend zusammen mit Kampfpiloten der Volksarmee erklommen, wie die staatlichen Medien am Sonntag berichteten. Die koreanische Revolution, die am Paektu begonnen habe, sei noch nicht beendet, wurde Kim zitiert. Der Paektu wird von Süd- wie Nordkoreanern als heiliger Berg verehrt.

Stichwahl um das Präsidentenamt möglich

Kurz vor der möglichen Wiederaufnahme von Zypern-Gesprächen steuert die international isolierte Türkische Republik Nordzypern auf eine Stichwahl um das Präsidentenamt zu. Nach ersten Teilergebnissen lag am Sonntagabend Amtsinhaber Dervis Eroglu mit gut 28 Prozent der Stimmen zwar vorne, wie der staatliche Sender BRT berichtete. Die für einen Sieg in der ersten Wahlrunde nötige absolute Mehrheit würde Eroglu damit aber weit verfehlen. Knapp 177.000 Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag laut BRT bei rund 54 Prozent.