Nachrichten

Politik II

Iran: Teheran ernennt erstmals seit Revolution Botschafterin ++ Italien: Berlusconi hat Strafe wegen Steuerbetrugs verbüßt ++ Nordkorea: Kim Jong-uns Frau erstmals wieder in Öffentlichkeit

Teheran ernennt erstmals seit Revolution Botschafterin

Der Iran wird erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 eine Botschafterin ins Ausland schicken. Die Sprecherin des Außenministeriums, Marzieh Afkham, werde auf einen noch unbenannten Posten entsandt, berichteten die halbamtlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr. Afkham, die zu den profiliertesten Frauen im Iran gehört, wäre erst die zweite Botschafterin in der Geschichte des Iran. In den 70er-Jahren hatte das Land eine Frau an der Spitze der Botschaft in Dänemark. Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Umgang mit Frauen im Iran.

Berlusconi hat Strafe wegen Steuerbetrugs verbüßt

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi kann sich wieder frei bewegen und sein politisches Comeback vorantreiben. Er habe seine Strafe wegen Steuerbetrugs verbüßt, entschied ein Mailänder Gericht am Dienstag. Zugleich hoben die Richter das zweijährige Amtsverbot auf, zu dem Berlusconi im August 2013 verurteilt worden war. Aufgrund eines besonderen Gesetzes darf Berlusconi aber bis November 2019 weiter nicht gewählt werden. Jedoch kann er nun seinen Pass zurückfordern, der ihm wegen der Verurteilung abgenommen wurde.

Kim Jong-uns Frau erstmals wieder in Öffentlichkeit

Nordkoreas First Lady Ri Sol-ju ist erstmals in diesem Jahr in der Öffentlichkeit aufgetreten. Ri war neben ihrem Mann, dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un, bei Feierlichkeiten zum 103.Geburtstag von Staatsgründer Kim Il-sung zu sehen, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag meldete. Sie besuchten am Montag ein Fußballspiel. Ri war zuletzt im Dezember öffentlich gesichtet worden, als sie und ihr Mann eine Zeremonie zum Gedenken an den dritten Todestag von Kim Jong-uns Vater, Kim Jong-il, besuchten.