Studie

Dobrindt zählt den Verkehr

Ministerium plant die bisher größte Mobilitätsstudie – und führt schon jetzt Strichlisten

100.000 deutsche Haushalte sollen 2016 für die Neuauflage der Studie „Mobilität in Deutschland“ (MiD) im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums gefragt werden. Im Ministerium von Alexander Dobrindt (CSU) laufen derzeit die Vorbereitungen dieser Studie zur Mobilität der Deutschen, die – nach dem Zensus – die zweitgrößte sozialwissenschaftliche Erhebung in Deutschland sein wird. Die Auswertung der Daten verspricht Aufschluss darüber, ob die deutsche Verkehrsinfrastruktur dem Verhalten und dem Alltag der Menschen entspricht.

Diese Frage stellt sich umso mehr, als sich die Mobilität der Deutschen derzeit erheblich wandelt. Die Trends zeichneten sich schon bei der Vorgänger-MiD von 2008 ab, die mit 25.000 teilnehmenden Haushalten kleiner bemessen war. Damals wurde bei Jüngeren die stärkere Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs sowie des Fahrrads festgestellt. Bei der Analyse der Daten soll ein kleinteiliges, neuartiges Regionalraster genutzt werden. So detaillierte Aufschlüsse noch nicht liefern kann eine andere Erhebung im Auftrag des Verkehrsministeriums, die bereits in diesen Tagen beginnt. Es handelt sich um die neue Straßenverkehrszählung, die alle fünf Jahre stattfindet und bundesweit an rund 34.000Standorten entlang von Fern-, Land- und Kommunalstraßen durchgeführt wird. Behördenmitarbeiter mit Strichlisten und erstmals auch elektronischen Zählgeräten mit Radarsensoren erfassen dabei, wie viele Pkw und Lkw auf welchen Strecken unterwegs sind.