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Deutschland: Geißler will nicht auf Kohl zugehen ++ Deutschland: De Maizière lehnt Forderung der Länder ab ++ Ägypten: Gemeinsame Streitmacht arabischer Staaten ++ China: Sechs Jahre Haft wegen eines Bartes

Geißler will nicht auf Kohl zugehen

Auch mehr als 25 Jahre nach seinem Zerwürfnis mit Helmut Kohl will der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler dem Altkanzler kein Versöhnungsangebot machen. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen, was den Helmut Kohl betrifft. Und deswegen mache ich auch keinen Schritt und gar nichts“, sagt er in einer Dokumentation des Südwestrundfunks. Der Film „Der Kanzler und der Rebell. Kohl, Geißler und der Kampf um die Macht“ wird in der ARD an diesem Montag um 23.30 Uhr ausgestrahlt. Auch Kohl hat mehrfach deutlich gemacht, dass er nicht auf Geißler zugehen will.

De Maizière lehnt Forderung der Länder ab

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht zurzeit keinen Grund, den Ländern mehr Geld zur Versorgung von Flüchtlingen zu geben. „Es ist noch nicht einmal vier Monate her, dass der Bund für diesen Zweck für dieses und kommendes Jahr je 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat und die Länder das akzeptiert haben“, sagte er dem „Tagesspiegel“. Man sei sich einig gewesen, dass dies eine ausgewogene Regelung sei. „Ich sehe jetzt keinen Grund, von dieser Vereinbarung abzuweichen.“ Die Ministerpräsidenten hatten jetzt eine stärkere Beteiligung des Bundes verlangt.

Gemeinsame Streitmacht arabischer Staaten

Die arabischen Staats- und Regierungschefs haben die Gründung einer gemeinsamen Eingreiftruppe beschlossen. Die Streitmacht solle gegen extremistische Gefahren in der Region vorgehen können, sagte Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi während eines Treffens der Arabischen Liga am Sonntag in Scharm el Scheich. Hintergrund der Eingreiftruppe sind Krisen und Konflikte quer durch die arabische Welt. Die Gründung sei „aus Verantwortung gegenüber den wachsenden Herausforderungen der arabischen Nationen“ erfolgt, sagte Sisi.

Sechs Jahre Haft wegen eines Bartes

In China muss ein Angehöriger der muslimischen Minderheit der Uiguren sechs Jahren hinter Gitter, weil er sich einen Bart wachsen ließ. Seine Frau sei wegen des Tragens von Schleier und Burka zu zwei Jahren Haft verurteilt worden, berichtete die Zeitung „China Youth Daily“ am Sonntag. Das Gericht in der Unruhe-Provinz Xinjiang befand das Paar demnach für schuldig, Streit und Ärger provoziert zu haben. Dieser vage Anklagepunkt findet sich oft im chinesischen Justizsystem.