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Wohngeld: 870.000 Haushalte sollen mehr Geld bekommen ++ NSU-Prozess: Mitangeklagter fühlte sich zu Böhnhardt hingezogen

870.000 Haushalte sollen mehr Geld bekommen

Wer seine Miete nicht mehr allein aufbringen kann, soll künftig mehr Unterstützung vom Staat bekommen: Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch den Gesetzentwurf von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) zur Erhöhung des Wohngelds. Der Mieterbund begrüßte die Entscheidung. Der Kabinettsbeschluss sieht eine Anhebung der Leistung für rund 870.000 Haushalte vor – darunter rund 90.000 Haushalte, die bisher auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen waren. Das Wohngeld war zuletzt im Jahr 2009 erhöht worden. Ein Zweipersonenhaushalt, der 2012 durchschnittlich 112 Euro Wohngeld monatlich bekam, soll künftig 186 Euro bekommen.

Mitangeklagter fühlte sich zu Böhnhardt hingezogen

Der im NSU-Prozess mitangeklagte mutmaßliche Terrorhelfer Carsten S. hat sich der rechtsextremen Szene vor allem wegen seiner zu Jugendzeiten noch nicht eingestandenen Homosexualität angeschlossen. Das sagte der psychiatrische Gutachter Norbert Leygraf am Mittwoch vor Gericht. Als Carsten S. bei einem seiner Untersuchungsgespräche über seine erste Begegnung mit Uwe Böhnhardt gesprochen habe, da seien ihm „fast die Tränen in die Augen gekommen“. Hauptangeklagte in dem Münchner Prozess ist Beate Zschäpe. Sie soll die Verbrechen des NSU gemeinsam mit ihren Gefährten Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt begangen haben, die nicht mehr am Leben sind.