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Streit: Keine Einigung über Atommüll-Lagerung ++ Anträge: Interesse an Einsicht in Stasi-Akten ungebrochen

Keine Einigung über Atommüll-Lagerung

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat endgültig die Bund-Länder-Verhandlungen über die Verteilung von 26 Castor-Behältern mit radioaktivem Atommüll für gescheitert erklärt. Vereinbart war eine Unterbringung in drei Ländern, aber nur Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg signalisierten Bereitschaft. Hendricks erarbeitet nun ein Bundeskonzept für eine ausgewogene Verteilung des Atommülls. Der Atommüll aus der Wiederaufarbeitung in Frankreich und Großbritannien soll nicht mehr wie bisher in das Zwischenlager Gorleben, um im Zuge der neuen Endlagersuche keine weiteren Fakten für ein Endlager im nahe gelegenen Salzstock zu schaffen.

Interesse an Einsicht in Stasi-Akten ungebrochen

Auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer ist das Interesse der Bürger an den Stasi-Unterlagen ungebrochen. 2014 stieg die Zahl der Anträge auf persönliche Akteneinsicht gegenüber dem Vorjahr sogar wieder an, wie aus dem zwölften Tätigkeitsbericht der Stasi-Unterlagen-Behörde hervorgeht. Demnach wurden 2014 insgesamt 67.783 Anträge gezählt, im Jahr davor (2013) waren es 64.246. In den Jahren 2011 und 2012 waren noch rund 81.000 beziehungsweise 88.000 Anträge auf persönliche Akteneinsicht gestellt worden. Seit Bestehen der Behörde sind damit insgesamt mehr als drei Millionen Anträge auf Einsicht in die eigenen Stasi-Unterlagen eingegangen.