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Snowden-Asyl: Journalist Greenwald kritisiert Deutschland ++ Edathy-Affäre: Grüne zweifeln an Oppermann und Ziercke

Journalist Greenwald kritisiert Deutschland

Der amerikanische Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald hat die Weigerung Deutschlands kritisiert, dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden Asyl zu gewähren. Dabei seien die Deutschen erst durch ihn darüber aufgeklärt worden, wie stark sie der amerikanische und britische Geheimdienst überwachten, sagte er. Greenwald hatte von Snowden NSA-Dokumente erhalten und veröffentlicht. Für seine „Verdienste um Pressefreiheit und demokratische Transparenz“ wurde er am Sonntag im saarländischen Homburg mit dem Siebenpfeiffer-Preis geehrt.

Grüne zweifeln an Oppermann und Ziercke

Die Grünen stellen die Aussagen von SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann und Ex-BKA-Chef Jörg Ziercke im Edathy-Ausschuss infrage. Was die beiden „seinerzeit zu ihrem Telefonkontakt gesagt haben, war immer latent unschlüssig“, sagte Vizefraktionschef Konstantin von Notz. Der Untersuchungsausschuss muss die beiden „zu diesen Vorgängen und neuen Vorwürfen befragen“. Wenn es stimme, so der Grünen-Politiker, „dass hier nachträglich Telefonate von Listen verschwunden sind, steht der Verdacht der Vertuschung im Raum“.