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Politik II

Syrien: USA zu Gesprächen mit Machthaber Assad bereit ++ Frankreich: Bei Terrorwelle angegriffener Supermarkt in Paris geöffnet ++ Ferguson: 20-Jähriger nach Schüssen auf zwei Polizisten gefasst

USA zu Gesprächen mit Machthaber Assad bereit

Die USA sind nach den Worten von US-Außenminister John Kerry zu Gesprächen mit Syriens Präsident Baschar al-Assad über ein Ende des Bürgerkrieges in dem Land bereit. Die USA und andere Staaten prüften Wege, Assad zu Verhandlungen über einen politischen Übergang in Syrien zu bewegen, sagte Kerry in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des Senders CBS News während einer Konferenz im ägyptischen Scharm-El-Scheich. In dem Bürgerkrieg sind bisher 220.000 Menschen ums Leben gekommen. Begonnen hatte der Aufstand am 15. März 2011 mit Protesten in Damaskus. Das Assad-Regime hat mit dem schiitischen Iran und Russland mächtige Verbündete im Ausland.

Bei Terrorwelle angegriffener Supermarkt in Paris geöffnet

Gut zwei Monate nach der Terrorwelle von Paris ist der damals angegriffene Supermarkt für jüdische Lebensmittel am Sonntag wieder eröffnet worden. Regierungsvertreter und zahlreiche Kunden besuchten den Laden namens Hyper Cacher. Einer der Ladenbesitzer erinnerte an die Opfer der Geiselnahme in dem Geschäft, bei der am 9. Januar vier Menschen ermordet wurden. Der Vater eines 23-jährigen Opfers sagte, er empfinde immer noch Hass und Wut wegen der Tat des Islamisten Amedy Coulibaly. Coulibaly hatte den Laden zwei Tage nach dem Angriff zweier Gesinnungsgenossen auf die Zeitschrift „Charlie Hebdo“ überfallen und Geiseln genommen. Insgesamt starben bei der Terrorwelle 20 Menschen.

20-Jähriger nach Schüssen auf zwei Polizisten gefasst

Nach den Schüssen auf zwei Polizisten bei Protesten gegen Rassismus in der US-Stadt Ferguson ist ein Verdächtiger festgenommen worden. Die Polizei teilte am Sonntag mit, ein 20-jähriger Schwarzer befinde sich in Haft. Er werde beschuldigt, Waffengewalt gegen zwei Polizisten angewandt zu haben. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag bei einer Demonstration vor einer Polizeiwache. Der Staatsanwalt des Bezirks St. Louis, Robert McCulloch, sagte, der 20-Jährige sei „dank der Hilfe aus der Bevölkerung und von Videoaufnahmen“ überführt worden. Über die Umstände des Vorfalls herrscht bislang Unklarheit. Es sei möglich, dass der Verdächtige geschossen habe, ohne auf die Polizisten gezielt zu haben, sagte der Staatsanwalt.