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Politik II

Russland: Ikea stoppt Internetmagazin wegen möglicher Propaganda ++ Ukraine: Präsident: Wir könnten in elf EU-Ländern Waffen kaufen ++ Afghanistan: USA lassen mehr Truppen im Land als geplant

Ikea stoppt Internetmagazin wegen möglicher Propaganda

Aus Furcht vor dem russischen Homosexuellen-Gesetz hat der Möbelkonzern Ikea ein Onlinemagazin in dem Land gestoppt. Manches in der Publikation könnte als „Propaganda“ angesehen werden, erklärte der schwedische Konzern. Deshalb habe man sich dazu entschlossen, die Veröffentlichung in Russland auszusetzen. Das 2013 verabschiedete Gesetz verbietet es, bei Jugendlichen unter 18 Jahren für „nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen“ zu werben. Nach Angaben von Ikea zeigt das Magazin „verschiedene Aspekte des Lebens zu Hause, unabhängig von Alter, Geschlecht und sexueller Orientierung“.

Präsident: Wir könnten in elf EU-Ländern Waffen kaufen

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die prorussischen Separatisten vor „neuen Aggressionen“ gewarnt. Er sei sicher, dass der Westen bei einem weiteren Angriff auf die Souveränität seines Landes Waffen liefern werde, sagte er in einem TV-Interview. Die Ukraine habe mit elf EU-Mitgliedern Kaufverträge für Kriegsgerät, die Namen der Länder nannte er nicht. Die Aufständischen bezeichneten den Präsidenten als „doppelzüngig“. Er spreche von Frieden, kaufe aber Waffen, so Separatistenführer Igor Plotnizki. Der deutsche Sicherheitsexperte Wolfgang Ischinger bekräftigte seine Forderung, Waffenlieferungen an Kiew nicht auszuschließen.

USA lassen mehr Truppen im Land als geplant

Die USA wollen einem Medienbericht zufolge bis Jahresende mehr Truppen in Afghanistan belassen als ursprünglich vorgesehen. Die US-Regierung habe ihren Plan auf Eis gelegt, die Zahl der Soldaten bis Ende 2015 auf 5500 zu reduzieren, berichtet die Agentur AP am Sonnabend. Viele der derzeit 9800 am Hindukusch stationierten Soldaten könnten bis weit ins nächste Jahr hinein dort verbleiben. US-Präsident Barack Obama werde wahrscheinlich einen Besuch seines afghanischen Amtskollegen Aschraf Ghani in Washington in diesem Monat dazu nutzen, einen neuen Fahrplan zum Truppenabzug anzukündigen. Es mehren sich die Stimmen, die vor einem verfrühten Abzug warnen.