Anschlag

Zwei heftige Bombenanschläge in Nigeria

Mutmaßliche Islamisten der Terrorgruppe Boko Haram haben am Sonnabend in Nordnigeria drei schwere Bombenanschläge verübt.

Augenzeugen und der örtlichen Regierung zufolge sollen dabei über 40 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Attacken ereigneten sich auf zwei Märkten und auf einem Busbahnhof in der Metropole Maiduguri.

Bei einem der Anschläge sprengte sich offenbar eine Selbstmordattentäterin in die Luft. Auf dem Fischmarkt seien 21 Menschen gestorben und viele weitere verletzt worden, sagte der Lokalpolitiker Abubakar Modu. Die Frau habe die Bombe gleich am Eingang zu dem Markt gezündet, sonst wären noch mehr Menschen gestorben, meinte er. Auf einem anderen Markt seien bei einer ähnlichen Attacke 16 Menschen gestorben und auf dem Busbahnhof vier weitere, sagte ein anderer örtlicher Politiker, Ali Ibrahim.

Es wird vermutet, dass erneut die islamistische Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich ist, die vor allem rund um Maiduguri immer wieder Blutbäder anrichtet. Boko Haram kämpft seit sechs Jahren in Nordnigeria für einen Gottesstaat. Mindestens 12.000Menschen sind in dem Konflikt bereits ums Leben gekommen. Boko-Haram-Chef Abubakar Shekau hat unterdessen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) seine Gefolgschaft zugesichert. „Wir verkünden unsere Treue zum Kalifen der Muslime“, heißt es in einer Audio-Botschaft, die am Samstag über das Twitter-Konto von Boko Haram verbreitet und Shekau zugeschrieben wurde.