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NSU-Morde: Bericht: Ermittler hatte Kontakte zu Ku-Klux-Klan ++ Vorratsdatenspeicherung: Deutschland plant einen Alleingang

Bericht: Ermittler hatte Kontakte zu Ku-Klux-Klan

Ein Ermittler im Fall der mutmaßlich vom NSU getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter hat einem Medienbericht zufolge früher Kontakte zum rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan gehabt. Der Beamte sei mit dem Fall eines Aussteigers aus der rechten Szene befasst gewesen, der 2013 in einem brennenden Fahrzeug in Stuttgart starb, berichtete die „Südwest Presse“. Der 21-jährige Aussteiger soll gewusst haben, wer Kiesewetter 2007 in Heilbronn erschoss. Der Vorsitzende des NSU-Ausschusses im Stuttgarter Landtag, Wolfgang Drexler(SPD), wollte nichts zu dem Artikel sagen. Die aus dem thüringischen Oberweißbach stammende Kiesewetter gilt als das letzte Opfer des NSU.

Deutschland plant einen Alleingang

Bei der Vorratsdatenspeicherung wird eine deutsche Lösung immer wahrscheinlicher. Die Bundesregierung plane einen Alleingang für die systematische Speicherung von Telefon- und Internetdaten, schreibt der „Spiegel“. Über das Streitthema gebe es direkte Gespräche zwischen Innenminister Thomas de Maizière (CDU) und Justizminister Heiko Maas (SPD). Die Datensammlung soll Fahndern bei der Jagd nach Terroristen und anderen Schwerverbrechern helfen. Der CDU-Innenpolitiker Armin Schustersagte, die jüngsten Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel(CDU) und SPD-Parteichef Sigmar Gabriel zeigten, dass jetzt eine Lösung angestrebt werde.