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Geständnis: Ex-CIA-Chef Petraeus will Geheimnisverrat zugeben ++ Abstimmung: Parlamentswahl in Ägypten muss verschoben werden ++ Offensive: Iraks Armee meldet erste Erfolge gegen den IS ++ Norwegen: Chef des Komitees für den Friedensnobelpreis abgesetzt

Ex-CIA-Chef Petraeus will Geheimnisverrat zugeben

Der frühere CIA-Direktor David Petraeus will mit einem Geständnis einen Prozess wegen Geheimnisverrats abwenden. Laut US-Justizministerium ging Petraeus auf einen Deal ein, der vorsieht, dass er sich der nicht genehmigten Weitergabe von vertraulichem Material schuldig bekenne. Die Vereinbarung wurde am 22. Februar von Petraeus, seinen beiden Anwälten und drei US-Staatsanwälten unterzeichnet. Petraeus könnten nun bis zu acht Jahre Gefängnis sowie eine Geldstrafe von bis zu 100.000 Dollar drohen.

Parlamentswahl in Ägypten muss verschoben werden

Die für Ende März geplante Parlamentswahl in Ägypten muss wie erwartet verschoben werden. Ein Verwaltungsgericht in Kairo ordnete am Dienstag an, alle Vorbereitungen für die Abstimmung zu stoppen. Das Gericht folgte damit einem Urteil des höchsten ägyptischen Verfassungsgerichts, das am Wochenende ein Gesetz über die Einteilung von Wahlkreisen für ungültig erklärt hatte. Die Parlamentswahl sollte am 21. März beginnen und über mehrere Wochen laufen.

Iraks Armee meldet erste Erfolge gegen den IS

Nach dem Beginn einer Großoffensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) meldet das irakische Militär erste Erfolge. Die Armee habe östlich von Tikrit die Region Hamrin sowie zwei kleinere Orte eingenommen, hieß es am Dienstag aus Militärkreisen. Irakische Medien berichteten von heftigen Kämpfen. Die IS-Extremisten hätten Selbstmordattentäter eingesetzt, um den Angriff abzuwehren. Eine unabhängige Bestätigung für die Geländegewinne gab es zunächst nicht.

Chef des Komitees für den Friedensnobelpreis abgesetzt

Der Vorsitzende des norwegischen Friedensnobelpreiskomitees, Thorbjörn Jagland, ist von seinem Posten abgesetzt und durch seine bisherige Stellvertreterin Kaci Kullmann Five ersetzt worden. Das beschloss das Gremium am Dienstag. Eine solche Degradierung hatte es in der mehr als hundertjährigen Geschichte des Preises noch nicht gegeben. Jagland galt seit der Auszeichnung von US-Präsident Barack Obama mit dem Friedensnobelpreis im Jahr 2009 als umstritten.