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Politik II

Dänemark: Zweites Terroropfer von Kopenhagen beerdigt ++ Großbritannien: Unterhaus stimmt gegen neues Abtreibungsgesetz ++ Ägypten: Präsident Sisi erlässt schärfere Sicherheitsgesetze ++ Jemen: Französische Mitarbeiterin der Weltbank entführt

Zweites Terroropfer von Kopenhagen beerdigt

Eines der beiden Todesopfer der Terroranschläge in Kopenhagen, der Filmemacher Finn Nørgaard, ist am Dienstag beerdigt worden. Der 55-Jährige war am Valentinstag vor dem Kulturcafé „Krudttønden“ erschossen worden. „Finn starb am Valentinstag“, schrieben seine Schwestern in einem Nachruf. „Vielleicht liegt darin eine besondere Symbolik, denn Finn hatte ein großes Herz für andere und hat in seinem Leben viele Herzen berührt.“ Der getötete jüdische Wachmann Dan Uzan war am vergangenen Mittwoch bestattet worden.

Unterhaus stimmt gegen neues Abtreibungsgesetz

Das britische Unterhaus lehnt strengere Gesetze gegen geschlechtsbedingte Abtreibungen ab. Die Abgeordneten stimmten am Montagabend mit 292 zu 201 Stimmen gegen entsprechende Änderungen des Abtreibungsgesetzes. Der Reformvorschlag war von der konservativen Abgeordneten Fiona Bruce gekommen. Sie sagte, das 1967 verabschiedete Gesetz beziehe nicht explizit Stellung zu geschlechtsbedingten Abtreibungen. Unterdessen stimmten 491 Abgeordnete für eine Überprüfung des Ausmaßes geschlechtsbedingter Abtreibungen.

Präsident Sisi erlässt schärfere Sicherheitsgesetze

Die ägyptischen Sicherheitsbehörden können künftig leichter gegen mutmaßliche Extremisten vorgehen. Präsident Abdel Fattah al-Sisi unterzeichnete ein entsprechendes Anti-Terror-Gesetz. Demnach kann die Polizei gegen alle Gruppen und Personen vorgehen, die als Bedrohung für die nationale Einheit oder die öffentliche Sicherheit gesehen werden. Menschenrechtler werfen der Führung in Kairo vor, Formulierungen in Gesetzen bewusst vage zu halten und es so der Polizei zu ermöglichen, Oppositionelle zu verfolgen.

Französische Mitarbeiterin der Weltbank entführt

Im Jemen ist am Dienstag eine französische Weltbank-Mitarbeiterin entführt worden. Die Frau sei am Morgen in der Hauptstadt Sanaa verschleppt worden, teilte das französische Außenministerium mit. Frankreichs Präsident François Hollande forderte, die 30-Jährige „sofort“ freizulassen. Nach Angaben jemenitischer Sicherheitskreise wurde die Französin im Zentrum von Sanaa von bewaffneten Männern entführt, als sie mit einer einheimischen Begleiterin in einem Taxi saß. Die Kidnapper wurden noch nicht identifiziert.