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Politik II

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Israel: Geheimdienst zerschlägt mutmaßliche Hamas-Zelle ++ Großbritannien: Ex-Außenminister im Fokus einer Lobbyaffäre ++ Ägypten: Demonstrant muss für fünf Jahre ins Gefängnis ++ Thailand: Aktivisten müssen wegen Majestätsbeleidigung in Haft

Geheimdienst zerschlägt mutmaßliche Hamas-Zelle

Israels Inlandsgeheimdienst Schin Bet hat eine mutmaßliche Terrorzelle der radikal-islamischen Hamas in Hebron zerschlagen. Elf Palästinenser seien bereits im letzten Monat in der geteilten Stadt im Westjordanland festgenommen worden, berichtete der israelische Rundfunk am Montag nach Aufhebung einer Nachrichtensperre. Mitglieder der Gruppierung hätten im Verhör gestanden, Selbstmordanschläge auf Israelis geplant zu haben. Es seien Sprengsätze und Waffen gefunden worden.

Ex-Außenminister im Fokus einer Lobbyaffäre

Zwei britische Spitzenpolitiker stehen im Mittelpunkt einer Lobbyaffäre: Die früheren Außenminister Jack Straw von der Labour-Partei und Malcolm Rifkind von den Konservativen sollen Kontakte zu Politikern und Diplomaten gegen Geld feilgeboten haben. Sie gingen Reportern auf den Leim, die vorgaben, für eine Hongkonger Agentur Berater zu suchen. Die Gespräche wurden mit versteckter Kamera gefilmt. Beide Politiker bestritten am Montag Fehlverhalten.

Demonstrant muss für fünf Jahre ins Gefängnis

Der ägyptische Demokratieaktivist Alaa Abdel Fattah muss wegen illegalen Demonstrierens und Angriffen auf die Polizei fünf Jahre hinter Gitter. Gemeinsam mit 23 weiteren Angeklagten wurde Fattah am Montag von einem Kairoer Gericht verurteilt. Seine Mitstreiter erhielten Gefängnisstrafen zwischen drei und fünf Jahren; das teilte das Gericht mit.

Fattah war eine der Führungsfiguren der Massenproteste, die im Februar 2011 zum Rücktritt des Langzeitherrschers Husni Mubarak geführt hatten.

Aktivisten müssen wegen Majestätsbeleidigung in Haft

Zwei Thailänder sind wegen Majestätsbeleidigung in einem Theaterstück zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Bangkok verkündete am Montag das Urteil gegen den Studenten Patiwat Saraiyaem und den Aktivisten Porntip Mankong. Sie hatten sich schuldig bekannt, mit dem an einer Universität aufgeführten Stück den 87-jährigen König Bhumibol Adulyadej beleidigt zu haben.

Sie hätten der Monarchie „schweren Schaden zugefügt“, erklärte der Richter.