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Kirche: Weitere Diözesen wollen Vermögen beziffern ++ Maut: Dobrindt kalkuliert 70 Euro für die Jahresvignette

Weitere Diözesen wollen Vermögen beziffern

Nachdem das Erzbistum Köln sein Milliardenvermögen offengelegt hat, wollen 13 weitere deutsche Diözesen nachziehen. Das ergab eine „Spiegel“-Umfrage bei den 26 übrigen Erzbistümern und Bistümern. Die Grünen begrüßten einen „neuen Trend zur Transparenz“ in den katholischen Bistümern. Köln, das größte und reichste deutsche Bistum, hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass es über ein Gesamtvermögen von 3,35 Milliarden Euro verfügt. Laut „Spiegel“ publizieren andere Diözesen ihre Vermögen bereits mehr oder weniger detailliert, darunter Augsburg, Bamberg, Berlin, Essen, Hildesheim, Limburg, Mainz und Trier.

Dobrindt kalkuliert 70 Euro für die Jahresvignette

Vor der ersten Bundestagsberatung zur Pkw-Maut am Donnerstag sind weitere Details zu den Plänen von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bekannt geworden. Das Ministerium kalkuliert laut „Bild am Sonntag“ mit dem Verkauf von 8,065 Millionen Jahres- und 15,8 Millionen Zehn-Tages-Vignetten an Halter von im Ausland zugelassenen Pkw. Die Zeitung zitierte aus einem Gutachten der Universität Friedrichshafen. Die Jahresvignetten (Durchschnittspreis mehr als 70 Euro) erbringe rund 575 Millionen Euro, die Zehn-Tages-Vignetten (zehn Euro) rund 158 Millionen Euro. Nach Abzug eines fünfprozentigen Sicherheitsabschlags würden so knapp 700 Millionen Euro eingenommen.