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Politik II

Somalia: Politiker bei Anschlag auf Hotel in Mogadischu getötet ++ Dänemark: Anti-Terror-Konferenz nach Attentaten von Kopenhagen ++ Indonesien: Hinrichtung zweier Australier verschoben ++ Japan: Angst vor Anschlägen beim Marathon in Tokio

Politiker bei Anschlag auf Hotel in Mogadischu getötet

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein vor allem bei Politikern beliebtes Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Islamisten bis zu 20 Menschen getötet. Unter den Opfern seien der Parlamentarier Omar Ali Nur und der stellvertretende Bürgermeister von Mogadischu, Mohamed Adan Gulled Aano-geel, sagte der somalische Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan. Mindestens zwei Minister wurden verletzt. Es werde vermutet, dass noch mehr Politiker umgekommen oder verletzt worden seien, da das Central Hotel in der Nähe des Präsidentenpalastes häufig von Abgeordneten und Ministern besucht werde, sagte Hassan.

Anti-Terror-Konferenz nach Attentaten von Kopenhagen

Nach den Terroranschlägen vom Wochenende will die dänische Hauptstadt Kopenhagen eine große internationale Konferenz zur Terrorvorbeugung ausrichten. „Wenn es um Vorbeugung geht, sind wir Vorreiter“, sagte der dänische Außenminister Martin Lidegaard. „Wir haben zum Beispiel sehr gute Erfahrungen mit dem Aarhus-Modell gemacht.“ In dem Projekt will die Stadt Aarhus Syrien-Rückkehrer wieder in die Gesellschaft eingliedern. Noch vor dem Sommer sollten internationale Partner, Forscher und Meinungsmacher in Kopenhagen zusammenkommen, um zu diskutieren, wie Angriffe in Zukunft abgewehrt werden könnten, sagte Lidegaard.

Hinrichtung zweier Australier verschoben

Die indonesische Staatsführung hat die geplanten Hinrichtungen zweier wegen Drogenschmuggels zum Tod verurteilter Australier aufgeschoben. Die Exekutionen würden sich um einen Zeitraum „von drei Wochen bis zu einem Monat verzögern“, teilte das Büro von Vizepräsidenten Jusuf Kalla am Freitag mit. Dies sei auf „technische Gründe“ zurückzuführen. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Die Australier Andrew Chan und Myuran Sukumaran sitzen in Indonesien wegen Heroinschmuggels im Todestrakt. Es wurde zuletzt damit gerechnet, dass ihre Hinrichtung unmittelbar bevorstand. Australien drohte wegen des Vorfalls gar mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Indonesien.

Angst vor Anschlägen beim Marathon in Tokio

Nach den Morden der Terrormiliz Islamischer Staat an zwei Japanern haben die Organisatoren des Marathons in Tokio die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. „Wir haben Anti-Terror-Übungen abgehalten und eng mit der Polizei zusammengearbeitet, deshalb sind wir zuversichtlich, ein sicheres Rennen zu veranstalten“, sagte Cheforganisator Koji Sakurai am Freitag. Zu dem Marathon werden am Sonntag 30.000 Läufer erwartet. Als Teil des Sicherheitskonzepts werden sich Polizisten unter die Sportler mischen. IS-Extremisten in Syrien hatten Anfang Februar zwei japanische Geiseln enthauptet und mit weiteren Angriffen auf Japaner weltweit gedroht.