Terror

Zehn Tote bei Selbstmordanschlag auf Busstation in Nigeria

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias sind am Sonntag mindestens zehn Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden.

Eine Frau habe sich an einer belebten Bushaltestelle in der Stadt Damaturu in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mit. Ein Augenzeuge berichtete, es habe einen lauten Knall gegeben. Die Menschen seien in Panik davongerannt. Zu dem Anschlag in Damaturu bekannte sich zunächst niemand. Allerdings verübt die radikalislamische Miliz Boko Haram in der Region immer wieder Anschläge. Zunehmend sind es Frauen, die sich an belebten Plätzen in die Luft sprengen.

Boko Haram kämpft seit Jahren in der Region für einen eigenen Staat. Am Sonnabend hatten die Extremisten die ebenfalls im Nordosten gelegene Stadt Gombe angegriffen. Auf Flugblättern riefen sie zum Boykott der Präsidentschafts- und Parlamentswahl auf, die am Sonnabend stattfinden sollte, wegen der Gewalt aber auf Ende März verschoben wurde. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden die Kämpfer zurückgeschlagen. Die Miliz hat ihre Angriffe mittlerweile auf die Nachbarländer Kamerun, Niger und vor wenigen Tagen auch auf den Tschad ausgeweitet. Im erdölreichen Nigeria ist sie zur größten Bedrohung für die Sicherheit geworden. Am Freitag hatte Boko Haram ein Dorf im Tschad angegriffen und mehrere Menschen getötet.