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Politik II

Ägypten: Neue Anklage gegen Ex-Präsident Mursi ++ Kämpfe: Armee in Myanmar nimmt Rebellen gefangen ++ Angriff: IS entführt Dutzende Polizisten im Westirak ++ Modernisierung: Kuba will sein Internet landesweit ausbauen

Neue Anklage gegen Ex-Präsident Mursi

Die Liste der Anklagen gegen Ägyptens Ex-Präsident Mohammed Mursi wird immer länger. Ein Gericht in Kairo eröffnete am Sonntag ein neues Verfahren gegen den Inhaftierten wegen des Vorwurfs des Verrats von Staatsgeheimnissen an Katar. Mursis Berater seien laut Staatsanwaltschaft daran beteiligt gewesen, Informationen über die Bewaffnung der Armee sowie über die Außen- und Innenpolitik an den Geheimdienst des Emirats weitergeleitet zu haben. Mursi sagte, er erkenne das Gericht nicht an. Katar hatte Mursi als Präsidenten unterstützt. Die Beziehungen beider Länder haben sich seit Mursis Sturz abgekühlt

Armee in Myanmar nimmt Rebellen gefangen

Regierungstruppen haben nach schweren Kämpfen in Myanmar acht Rebellen gefangen genommen. Außerdem seien in der Region Kokang an der Grenze zu China die Leichen von 13 Aufständischen gefunden und 98 Waffen sichergestellt worden, berichtete die Zeitung „Myanmar Ahlin“ am Sonntag. Die Gefangenen seien schwer verletzt. Zuvor waren bei Kämpfen in dem Gebiet etwa 800 Kilometer nordöstlich von Rangun 47 Soldaten getötet und mehr als 70 verletzt worden. Die Armee setzte in der Nähe der Gebietshauptstadt Laukkai auch Kampfflugzeuge ein. Die Kämpfe waren die heftigsten in Myanmar seit zwei Jahren.

IS entführt Dutzende Polizisten im Westirak

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat im Westirak offenbar 25 Angehörige der Polizei entführt und drei getötet. Die Sicherheitskräfte seien in der seit mehreren Tagen umkämpften Stadt al-Bagdadi verschleppt worden, berichtete die irakische Nachrichtenseite „Al-Sumaria News“ unter Berufung auf eine Polizeiquelle. Erst am Freitag hatte die Armee im gleichen Ort einen Großangriff der Dschihadisten zurückgeschlagen. Behörden hatten vermeldet, die Region sei „mit Ausnahme einiger Ecken“ gesichert. Laut „Al-Sumaria News“ verschleppten die IS-Kämpfer die Polizisten in die nahe gelegene Stadt Hit, die seit Oktober in den Händen der Dschihadisten ist.

Kuba will sein Internet landesweit ausbauen

Kuba will den Ausbau des Internets vorantreiben. Es werde eine moderne und umfassende IT-Strategie vorbereitet, kündigte die Universität für Informatik in Havanna an. Darüber wollen 21.000 Informatiker auf einer Videokonferenz kommende Woche beraten. Das kubanische Internet ist eines der am wenigsten freien Netze weltweit. Fast nur in Hotels, staatlichen Betrieben, Universitäten und einigen öffentlichen Internetcafés ist das zensierte Surfen auf wenigen Webseiten möglich. Private Haushalte verfügen nur in Ausnahmefällen über einen Zugang. Smartphones funktionieren auf Kuba nicht.