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Politik II

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Handel: USA erlauben Einfuhr einiger Produkte aus Kuba ++ Kirche: Papst Franziskus ernennt Deutschen zum Kardinal ++ Angriff: Impfhelfer beim Einsatz in Pakistan erschossen

USA erlauben Einfuhr einiger Produkte aus Kuba

Die USA wollen im Zuge der Annäherung an Kuba ab sofort den Import bestimmter Produkte der sozialistischen Karibikinsel erlauben. Es geht um Güter, die von selbstständigen Kleinunternehmern hergestellt werden, wie das US-Außenministerium in Washington mitteilte. Die Produkte müssten daher mit einem entsprechenden Nachweis versehen sein. Die Einfuhr von Zigarren oder Rum aus Kuba werde aber auch künftig nicht möglich sein, weil diese von Staatsbetrieben hergestellt würden, schrieb die Zeitung „USA Today“. Auch ein Import amerikanischer Straßenkreuzer aus den 50er-Jahren, wie sie auf Kuba zu sehen sind, bleibe ausgeschlossen. Die USA wollen mit dem Schritt die zahlreichen privaten „cuentapropistas“ (Auf-Eigene-Rechnung-Arbeitende) unterstützen, die es seit Anfang der 90er-Jahre auf Kuba gibt.

Papst Franziskus ernennt Deutschen zum Kardinal

Papst Franziskus hat am Sonnabend bei einer Zeremonie im Petersdom die 20 neuen Kardinäle in ihr Amt eingeführt. Unter den neuen Kardinälen ist auch der deutsche Erzbischof Karl-Josef Rauber. Er rief sie in seiner Predigt auf, Stolz, Eifersucht, Eigeninteressen und Ärger hintenanzustellen und stattdessen perfekte Barmherzigkeit auszuüben. An der Feier nahm auch der zurückgetretene Papst Benedikt XVI. teil, der von Franziskus und anderen Kardinälen zu Beginn des Gottesdienst herzlich begrüßt wurde. Die Kardinäle sind für die Papstwahl zuständig. Rauber ist dann allerdings nicht stimmberechtigt: Wählen dürfen nur diejenigen, die unter 80 Jahre alt sind – das trifft auf Rauber und vier weitere der neuen Kardinäle nicht mehr zu. Sie würden für besondere Leistungen in der Verwaltung des Vatikans und im diplomatischen Dienst ausgezeichnet.

Impfhelfer beim Einsatz in Pakistan erschossen

Bei einem Angriff auf Polio-Impfhelfer im Norden Pakistans ist am Sonnabend ein Mann getötet worden. Unbekannte eröffneten im Stammesgebiet Khyber das Feuer auf das Fahrzeug der beiden Helfer, wie Vertreter der örtlichen Behörden mitteilten. Dabei erschossen sie den Fahrer. Die beiden Impfhelfer blieben unverletzt. Die halbautonomen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten als Hochburg des Terrornetzwerks al-Qaida und anderer islamistischer Gruppen wie der Taliban. Seit Ende 2012 wurden in Pakistan bereits 70 Mitarbeiter von Impfkampagnen Opfer von Anschlägen. Kinderlähmung gilt seit Mitte der 50er-Jahre als weitgehend besiegt, in Pakistan tritt die Krankheit jedoch immer wieder auf. Viele Eltern lehnen die Impfung ihrer Kinder aber ab. Grund sind Vorbehalte bestimmter Geistlicher und islamistischer Aufständischer.