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Wechsel: Pofalla wird Chef des „Petersburger Dialogs“ ++ Prozess: 93-Jähriger wegen Morden von Auschwitz angeklagt

Pofalla wird Chef des „Petersburger Dialogs“

Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) soll künftig auf deutscher Seite den „Petersburger Dialog“ leiten. Pofalla, der inzwischen als Lobbyist für die Deutsche Bahn arbeitet, löse Ende März den früheren DDR-Ministerpräsidenten Lothar de Maizière als Vorsitzenden des deutschen Lenkungsausschusses ab, berichtet die „Saarbrücker Zeitung“. Bei der Mitgliederversammlung am 27. März soll demnach auch eine strukturelle Reform des deutsch-russischen Gesprächsforums beschlossen werden.

Zuletzt war dem Gesprächsforum vorgeworfen worden, in großem Maße Regierungs- und Wirtschaftsinteressen zu vertreten und zu unkritisch gegenüber Russland zu sein.

93-Jähriger wegen Morden von Auschwitz angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat gegen einen 93 Jahre alten ehemaligen SS-Mann aus Lage (Kreis Lippe) Anklage wegen Beihilfe zum Mord im Vernichtungslager Auschwitz erhoben. Das bestätigte der Leiter der NRW-Zentralstelle für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen, Oberstaatsanwalt Andreas Brendel, dem „Westfalen-Blatt“. Das Landgericht Detmold müsse jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden. Der 93-Jährige hat früheren Angaben Brendels zufolge eingeräumt, ab Anfang 1942 als SS-Angehöriger im Konzentrationslager Auschwitz eingesetzt worden zu sein. Eine konkrete Beteiligung an Tötungen habe er aber bestritten.