Nachrichten

Politik II

Unruhen: Deutsche Botschaft im Jemen geschlossen ++ Klage: Hormonbehandlung für Chelsea Manning genehmigt ++ Anschlag: 24 Tote bei Terrorangriff auf Moschee in Pakistan ++ Kooperation: China plant Tourismuszone mit Nordkorea und Russland

Deutsche Botschaft im Jemen geschlossen

Nach der Machtübernahme der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen ist nun auch die deutsche Botschaft in Sanaa geschlossen worden. Die Maßnahme gelte vorübergehend, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit. Die Lage in dem Land sei ausgesprochen instabil. Alle Deutschen wurden aufgerufen, den Jemen zu verlassen. Vor Reisen dorthin warnt das Außenamt dringend. Das Land auf der arabischen Halbinsel wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert.

Hormonbehandlung für Chelsea Manning genehmigt

Das US-Militär hat für die Wikileaks-Informantin Chelsea Manning eine Hormonbehandlung gebilligt. Das berichtete die Zeitung „USA Today“ unter Berufung auf ein internes Papier vom Militärstützpunkt Fort Leavenworth. Manning hatte im September eine Klage gegen das US-Verteidigungsministerium eingereicht, weil man ihr eine Geschlechtsumwandlung verweigerte. Die 27-Jährige hatte als Soldat Bradley Manning Wikileaks Hunderttausende geheimer Militärdokumente zugespielt. Manning wurde 2013 deshalb zu 35 Jahren Haft verurteilt.

24 Tote bei Terrorangriff auf Moschee in Pakistan

Bei einem Terrorangriff auf eine schiitische Moschee beim Freitagsgebet sind in der nordwestpakistanischen Stadt Peschawar mindestens 24 Menschen getötet worden. Der Chef des Krankenhauses im Stadtteil Hayatabad, Muhammad Imran, sagte, die Leichen von 20 Opfern sowie 41 Verwundete seien dorthin gebracht worden. Drei der Angreifer hatten sich in die Luft gesprengt, der vierte sei von Sicherheitskräften erschossen worden. Sunnitische Extremisten greifen in Pakistan regelmäßig Angehörige der schiitischen Minderheit an.

China plant Tourismuszone mit Nordkorea und Russland

China plant eine internationale Tourismuszone im Grenzgebiet zu Nordkorea und Russland. Besucher sollen ohne Visum Zugang zu dem Dreiländereck erhalten und dort auch zollfrei einkaufen können, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag unter Berufung auf Regierungsvertreter. Der Gouverneur der nordöstlichen Provinz Jilin werde noch in diesem Jahr einen Entwurf für das Reisegebiet am Fluss Tumen entwerfen. Langfristig soll die Tourismuszone auch von Südkorea, Japan und der Mongolei per Auto, Bahn oder Flugzeug erreichbar sein.