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Politik II

Zuwanderung: Länderchefs schreiben Brief an die Kanzlerin ++ Umfrage: 60 Prozent befürchten baldigen Terroranschlag ++ Australien: Premier droht Entmachtung durch eigene Partei ++ Islamisten: Boko Haram greift erstmals Ziele im Niger an

Länderchefs schreiben Brief an die Kanzlerin

Mehrere Länder-Regierungschefs haben sich bei Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) für ein besseres Bleiberecht für junge Flüchtlinge eingesetzt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), seine rheinland-pfälzische Kollegin Malu Dreyer(SPD) und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) appellierten in einem gemeinsamen Brief an Merkel, jungen Asylbewerbern mindestens für die Dauer einer Berufsausbildung in Deutschland einen gesicherten Aufenthaltsstatus zu gewähren.

60 Prozent befürchten baldigen Terroranschlag

Nach den Anschlägen in Paris befürchten 60 Prozent der Bundesbürger, dass es auch in Deutschland in absehbarer Zeit zu einem ähnlichen Terrorakt kommen könnte. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov glauben nur 26 Prozent nicht daran, 14 Prozent machten keine Angaben. 40 Prozent halten den Terror der Miliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien für die gefährlichste der zahlreichen Krisen weltweit. Durch den Ukraine-Konflikt fühlen sich dagegen nur 29 Prozent bedroht. Die Ebola-Epidemie nannten nur sechs Prozent als bedrohlichste Krise.

Premier droht Entmachtung durch eigene Partei

Der australische Premierminister Tony Abbott muss sich nach regionalen Wahlschlappen und umstrittenen Entscheidungen einer Rebellion in den eigenen Reihen stellen. Der Parlamentarier Luke Simpkins schrieb in einer E-Mail an seine Kollegen von der Liberalen Partei, er werde Abbott auf einem Parteitreffen am Dienstag auffordern, über den Parteivorsitz abstimmen zu lassen. Sollte Abbott verlieren, müsste er nach australischer Tradition auch das Amt des Premiers abgeben. Die Revolte löste Abbott aus, als er den britischen Prinzen Philip am Nationalfeiertag in Australien Ende Januar zum australischen Ritter ernannte.

Boko Haram greift erstmals Ziele im Niger an

Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben Augenzeugen zufolge erstmals Ziele im Nachbarland Niger angegriffen. Die Attacke der aus Nigeria stammenden Fundamentalisten auf einen Militärstützpunkt im Grenzort Bosso am Freitag markiert einen weiteren Schritt hin zu einer Ausweitung des Konflikts. Boko Haram hat in den vergangen Monaten bereits verstärkt Ziele im Nachbarland Kamerun angegriffen. Die Gruppe will im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat erreichten.