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NSA-Ausschuss: Britischer Geheimdienst droht mit Kontaktabbruch ++ Bundeswehr: Berlin stellt 2700 Soldaten für Nato-„Speerspitze“

Britischer Geheimdienst droht mit Kontaktabbruch

Ein Bericht des „Focus“ hat am Donnerstag für Aufregung im NSA-Untersuchungsausschuss gesorgt. Das Magazin berichtete, dass der britische Geheimdienst mit dem Abbruch aller Kontakte zu deutschen Sicherheitsbehörden gedroht habe. Die Briten befürchteten, dass im Ausschuss Informationen über ihre Geheimdienste und die Zusammenarbeit von britischen und deutschen Diensten öffentlich werden. Darauf habe der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Gerhard Schindler, die Abgeordneten hingewiesen, berichtete der „Focus“. Schindler habe die Obleute am Mittwochabend über die ungewöhnlich angespannten Beziehungen informiert, hieß es dort.

Berlin stellt 2700 Soldaten für Nato-„Speerspitze“

Deutschland hat der Nato rund 2700Soldaten für die Testphase der neuen superschnellen Eingreiftruppe zugesagt. Außer dem Panzergrenadierbataillon 371 aus Marienberg in Sachsen und dem Deutsch-Niederländischen Korps aus Münster sind in diesem Jahr damit rund weitere 1000Kräfte für die sogenannte Speerspitze eingeplant, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Nato-Kreisen erfuhr. Die neue Speerspitze der Nato wird vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise vor allem als Abschreckung gegen Russland aufgebaut. Sie soll innerhalb weniger Tage verlegt werden können – beispielsweise in die Bündnisstaaten im Baltikum.