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Politik II

Syrien: Kurden in Kobane bitten um Hilfe beim Wiederaufbau ++ Saudi-Arabien: Prügelstrafe für Blogger Badawi erneut ausgesetzt ++ Pakistan: 32 Tote bei Anschlag auf schiitische Moschee ++ Äthiopien: Mugabe neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union

Kurden in Kobane bitten um Hilfe beim Wiederaufbau

Nach der Vertreibung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus der monatelang umkämpften kurdisch-syrischen Grenzstadt Kobane bitten die Bewohner um internationale Hilfe. Der Chef der selbst ernannten Regionalregierung von Kobane, Anwar Muslim, richtete einen dringenden Appell an die Staatengemeinschaft, den Wiederaufbau der Stadt zu unterstützen. „Jede humanitäre Organisation ist willkommen“, sagte er vor Journalisten.

Prügelstrafe für Blogger Badawi erneut ausgesetzt

Der wegen Beleidigung des Islams zu tausend Stockhieben verurteilte saudi-arabische Blogger Raif Badawi ist am Freitag die dritte Woche in Folge von einer Teilstrafe verschont geblieben. Der Grund dafür sei unklar, sagte seine Ehefrau Ensaf Haidar. Tags zuvor hatte sie aus ihrem kanadischen Exil heraus angegeben, der Gesundheitszustand ihres Ehemanns gebe Anlass zur Sorge. 50 Hiebe erhielt Badawi bereits am 9. Januar vor einer Moschee in Dschidda.

32 Tote bei Anschlag auf schiitische Moschee

Unmittelbar vor dem Freitagsgebet sind bei einem Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in Südpakistan mindestens 35 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei wurden in ein Krankenhaus der Stadt Shikarpur 31 Leichen gebracht. Vier Verletzte starben beim Transport in ein Krankenhaus der Nachbarstadt Sukkur. Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Sunnitische Extremisten haben aber in Pakistan bereits mehrere Anschläge auf religiöse Einrichtungen der Schiiten verübt.

Mugabe neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union

Der umstrittene simbabwische Staatschef Robert Mugabe ist neuer Vorsitzender der Afrikanischen Union. Bei einem Gipfeltreffen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba trat der 90-Jährige am Freitag die Nachfolge des mauretanischen Präsidenten Mohamed Ould Abdel Aziz an der Spitze des Staatenbunds an. Mugabe regiert Simbabwe seit mehr als drei Jahrzehnten mit harter Hand. Das Land schlittert seit 20 Jahren von einer Wirtschaftskrise in die nächste und leidet unter hoher Arbeitslosigkeit.