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Hannover: Viele Verletzte bei Anti-Pegida-Protest ++ Prügel-Vorwurf: Ermittlungsverfahren gegen CDU-Politiker

Viele Verletzte bei Anti-Pegida-Protest

Bei einer Demonstration gegen die islamkritische Pegida-Bewegung sind in Hannover 29 Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, kam es am Montagabend zu Auseinandersetzungen zwischen Pegida-Gegnern und der Polizei. Beide Seiten hätten Pfefferspray versprüht. Dabei erlitten 24 Beamte und fünf Demonstranten Verletzungen. 42Menschen wurden festgenommen, unter anderem weil sie Böller gezündet hatten. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus den Reihen des lokalen Pegida-Ablegers Hagida. In Frankfurt/Main wurden bei Rangeleien zwischen Anhängern und Gegnern des Pegida-Bündnisses laut Polizei am Montagabend 27 Beamte leicht verletzt. Acht Demonstranten wurden vorläufig festgenommen.

Ermittlungsverfahren gegen CDU-Politiker

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Patrick Sensburg (CDU), eingeleitet. Es werde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, sagte Staatsanwaltssprecher Martin Steltner. Der CDU-Politiker sitzt für den Hochsauerlandkreis im Bundestag. Sensburg war von seiner Freundin nach einem Streit im Dezember angezeigt worden, die Frau hatte die Anzeige aber später zurückgezogen. Anfang Januar hatte der Politiker in der „Bild am Sonntag“ eingeräumt, dass er bei dem Streit etwas „rabiat“ vorgegangen sei. Die Immunität des Abgeordneten wurde bislang nicht aufgehoben.