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Politik II

Syrien: Mehr als 1600 Tote bei Kämpfen um Kobane ++ China: Gegenspionage-Chef wegen Korruption festgenommen ++ Großbritannien/USA: Kampf gegen Cyberkriminalität ++ Indonesien: Hinrichtung von sechs Verurteilten geplant

Mehr als 1600 Tote bei Kämpfen um Kobane

In der nordsyrischen Stadt Kobane sind seit Ausbruch der Kämpfe im vergangenen September mehr als 1600 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer seien auf Seiten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gefallen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag mit. Demnach waren unter den Toten fast 1100 IS-Kämpfer. Außerdem seien etwa 460 kurdische Kämpfer und 21 mit ihnen verbündete Rebellen ums Leben gekommen. Zudem starben laut der Zählung auch 32 Zivilisten. Die tatsächliche Zahl der Toten dürfte jedoch noch höher liegen.

Gegenspionage-Chef wegen Korruption festgenommen

Der Chef der chinesischen Gegenspionage, Ma Jian, ist festgenommen worden. Auf der Internetseite der Disziplinarkommission der Kommunistischen Partei hieß es am Freitag, gegen Ma werde wegen „ernster Disziplinverstöße“ ermittelt. Damit werden meist Korruptionsvorwürfe umschrieben. Als stellvertretender Staatsschutzminister soll Ma für Spionageabwehr und die Überwachung chinesischer Regierungsgegner zuständig gewesen sein. Sein Sturz steht offenbar im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Vorgesetzten, den Sicherheitschef Zhou Yongkang.

Kampf gegen Cyberkriminalität

Großbritannien und die USA wollen künftig gemeinsam gegen Cyberkriminalität vorgehen. Wie britische Medien am Freitag berichten, wollen die britischen Geheimdienste GCHQ und MI5 dazu mit den US-Behörden zusammenarbeiten, um den Informationsaustausch hinsichtlich möglicher Bedrohungen zu verbessern. Großbritanniens Premierminister David Cameron und US-Präsident Barack Obama wollten die Bildung einer gemeinsamen Einheit demnach noch am Freitag in Washington vorstellen. Acht von zehn großen britischen Firmen seien bereits von Cyberkriminalität betroffen.

Hinrichtung von sechs Verurteilten geplant

In Indonesien sollen an diesem Sonntag zwei Frauen und vier Männer hingerichtet werden, die wegen Drogendelikten zum Tode verurteilt wurden. Das berichtete die „Jakarta Post“ unter Berufung auf das Büro des Generalstaatsanwalts. Die Verurteilten stammen aus Indonesien, Vietnam, Brasilien, den Niederlanden, Malawi und Nigeria. Ihre Gnadengesuche waren von Indonesiens neuem Präsidenten Joko Widodo abgelehnt worden. Begründet wird die harte Haltung damit, dass sich Indonesien zu einem der größten Märkte für den globalen Drogenhandel entwickelt habe.