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Bestechungsvorwürfe: CDU zeigt SPD-Politiker wegen übler Nachrede an ++ NSU-Prozess: Kriminalbeamte berichten über Kölner Nagelbombe ++ Afghanistan: Kabinett der nationalen Einheit endlich vorgestellt ++ Annäherung: Kuba lässt 53 politische Häftlinge frei

CDU zeigt SPD-Politiker wegen übler Nachrede an

Wegen Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit der Wahl von Bodo Ramelow (Linke) zum Ministerpräsidenten hat die CDU im Thüringer Landtag Strafanzeige gegen SPD-Politiker erstattet. Die Christdemokraten werfen Fraktionschef Matthias Hey und Landesgeschäftsführer René Lindenberg üble Nachrede vor. Zwei anonyme SPD-Abgeordnete hatten vergangene Woche CDU-Politiker beschuldigt, ihnen Ministerposten versprochen zu haben, falls sie das rot-rot-grüne Bündnis platzen ließen.

Kriminalbeamte berichten über Kölner Nagelbombe

Am Montag haben erstmals Polizisten im NSU-Prozess über den Nagelbombenanschlag von Köln im Jahr 2004 berichtet. Dabei wurden 22 Menschen verletzt. Ausführlich schilderten sie die enorme Kraft der Bombe. Bisher wurden lediglich Aufnahmen einer Überwachungskamera gezeigt. Darauf sind die beiden mutmaßlichen NSU-Terroristen Mundlos und Böhnhardt zu erkennen, wie sie mit dem Fahrrad samt montierter Bombe in Köln unterwegs waren. Kommende Woche sollen die Bombenopfer berichten.

Kabinett der nationalen Einheit endlich vorgestellt

Nach monatelanger Verzögerung wurde am Montag in Afghanistan das Kabinett der nationalen Einheit vorgestellt. Damit ist der langwierige Machtwechsel nach den Wahlen 2014 abgeschlossen. Die rivalisierenden Präsidentschaftskandidaten Aschraf Ghani und Abdullah Abdullah hatten monatelang um das höchste Staatsamt gestritten. Nun steht das gesamte Kabinett um Abdullah, der Regierungsgeschäftsführer mit herausragender Machtstellung wurde.

Kuba lässt 53 politische Häftlinge frei

Kuba hat im Zuge der Annäherung an die USA wie vereinbart 53 politische Häftlinge freigelassen. Die Regierung habe sich an die Vorgabe gehalten, die Teil des Abkommens über eine Normalisierung der Beziehungen war, sagte ein US-Regierungsvertreter am Montag. Auf der Liste stehen demnach 53 Oppositionelle, deren Haft Menschenrechtsgruppen kritisiert hatten. Sie hätten nur ihre international garantierten Grundrechte ausgeübt, hieß es von den Gruppen.