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Vorstoß: Mehr Asylbewerber sollen Gesundheitskarte erhalten ++ Neuer Trend: 2900 Studenten unter 18 Jahren an Hochschulen

Mehr Asylbewerber sollen Gesundheitskarte erhalten

In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses „Bremer Modells“, sagte eine Sprecherin von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag. Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich schon nach dem Modell erkundigt, nach dem Asylbewerber einen Arztbesuch nicht mehr extra beantragen müssen. In Hamburg seien damit rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr eingespart worden.

2900 Studenten unter 18 Jahren an Hochschulen

Rund 2900 minderjährige Studenten waren im Wintersemester 2013/14 an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Dies entsprach einem Anteil von 0,1 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag studierten in dem Semester, das im Frühjahr des vergangenen Jahres endete, insgesamt 2,6 Millionen Menschen. Die exakte Zahl der Studenten unter 18 Jahren lag den Angaben zufolge bei 2884. Im vorangegangenen Wintersemester 2012/13 waren es 2114 gewesen. Die Zahl der minderjährigen Studenten steigt stetig an, weil mehr junge Leute aufgrund einer teils verkürzten Schulzeit bis zum Abitur oder dem Aus der allgemeinen Wehrpflicht früher studieren können.