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Politik II

Tötung: IS-Henker wird in Syrien selbst enthauptet ++ Kämpfe: Letzte ausländische Airline stoppt Flüge nach Libyen ++ Niederlande: Nach MH17-Absturz werden Geheimdienste untersucht

IS-Henker wird in Syrien selbst enthauptet

Ein Henker der Extremistenmiliz Islamischer Staat ist selbst enthauptet worden. Bei dem Toten handele es sich um einen Ägypter, der eine führende Rolle in der Polizei des IS in Syrien gespielt habe, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Er habe früher selbst Enthauptungen vorgenommen. Die Leiche des Mannes sei mit Folterspuren in der Nähe eines Kraftwerkes der Stadt Al-Majadin gefunden worden. Ob der Mann vom IS selbst, anderen Kämpfern oder Einwohnern getötet wurde, war zunächst unklar. Dem abgeschlagenen Kopf sei eine Zigarette in den Mund gesteckt worden. Einwohner berichteten, die IS-Extremisten hätten das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten.

Letzte ausländische Airline stoppt Flüge nach Libyen

Mit Turkish Airlines hat am Dienstag auch die letzte noch in Libyen aktive ausländische Fluggesellschaft ihre Verbindungen in das nordafrikanische Land eingestellt. Die türkische Gesellschaft teilte mit, sie werde aus Sicherheitsgründen Libyen nicht mehr anfliegen. Bisher flog sie nach Tripolis, Bengasi und Sebha. Bereits am Montag hatte das Unternehmen Flüge nach Misrata gestoppt. Libyen steht drei Jahre nach dem Sturz Muammar Gaddafis vor der Spaltung. In dem Land tobt ein Machtkampf zwischen zwei rivalisierenden Gruppen ehemaliger Rebellen. Sie haben jeweils eigene Regierungen gebildet und beanspruchen für sich die Ölvorkommen des Landes. Kürzlich wurde ein griechischer Öltanker im Hafen der Stadt Derna bombardiert.

Nach MH17-Absturz werden Geheimdienste untersucht

Ein knappes halbes Jahr nach dem mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine haben die niederländischen Behörden eine Untersuchung ihrer eigenen Geheimdienste angestoßen. Der Geheimdienstkontrollausschuss soll aufklären, wie der Inlands- und der Militärgeheimdienst die Sicherheit über dem Konfliktgebiet bewerteten. Obwohl in der Ostukraine heftig gekämpft wurde, waren die Routen für die zivile Luftfahrt nicht geschlossen. Ob es tatsächlich keine Warnungen gegeben habe, soll die Untersuchung nun klären. Zur Zeit des mutmaßlichen Abschusses flogen noch drei weitere Zivilmaschinen in der Gegend – zwei weitere Boeings 777 sowie ein Airbus 330.