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Politik II

Nahost: Hamas verbietet Kindern Erholungsreise nach Israel ++ Syrien: Regierung bereit für Gespräche mit Opposition ++ Ägypten: 78 Minderjährige aus der Haft entlassen

Hamas verbietet Kindern Erholungsreise nach Israel

Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat 37 Waisenkindern aus dem Gazastreifen eine Erholungsreise nach Israel verboten. Das Innenministerium in dem von der Hamas kontrollierten Küstengebiet begründete das damit, dass die Kinder israelische Siedlungen und „besetzte Städte“ besuchen sollten. Die Kinder waren während des Gazakrieges zu Waisen geworden. Ihre einwöchige Erholungsreise war von der israelischen Kibbuz-Bewegung gemeinsam mit Vertretern der arabischen Minderheit in Israel organisiert worden.

Regierung bereit für Gespräche mit Opposition

Die syrische Regierung hat Bereitschaft signalisiert, mit ader Opposition über eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zu sprechen. Die Syrer sehnten sich nach einer Lösung der Krise, verlautete nach einem Bericht des Staatsfernsehens am Sonnabend. Die Regierung sei bereit, an Sondierungen in Moskau teilzunehmen. Die Opposition wies dies allerdings zurück. Gerüchte, nach denen es eine konkrete russische Initiative gebe, seien falsch, sagte der Chef der Nationalen Koalition, Hadi al-Bahra.

78 Minderjährige aus der Haft entlassen

Ein Gericht im ägyptischen Alexandria hat die Freilassung von 78 wegen Aufruhrs inhaftierten Minderjährigen angeordnet. Das meldete die ägyptische Zeitung „Ahram Online“. Die 15- bis 17-jährigen Jugendlichen waren im November wegen Protesten gegen die Entmachtung von Staatspräsident Mohammed Mursi zu Freiheitsstrafen zwischen drei und fünf Jahren verurteilt worden. Den Angaben zufolge verfügte das Gericht eine Aussetzung des Strafvollzugs, ohne die Urteile selbst aufzuheben.