Wahlen

Enges Rennen um die Präsidentschaft in Kroatien

Der neue Präsident Kroatiens muss Prognosen zufolge in einer Stichwahl in zwei Wochen bestimmt werden.

Bei der Wahl am Sonntag lieferten sich der liberale Amtsinhaber Ivo Josipovic und die konservative Gegenkandidatin Kolinda Grabar-Kitarovic ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wie aus vom kroatischen Staatsfernsehen veröffentlichten Wahlbefragungen nach Schließung der Wahllokale hervorging. Demnach erhielt Josipovic 38,9 Prozent der Stimmen, die Herausforderin, eine ehemalige Außenministerin, 38,1 Prozent.

Zur Wahl aufgerufen waren knapp 3,8 Millionen Bürger. Vier Kandidaten hatten sich für das Amt aufstellen lassen, darunter auch der Vorsitzende einer rechten Partei. Dieser und ein weiterer Bewerber lagen aber weit zurück. Vorläufige offizielle Ergebnisse wurden am späten Abend erwartet. Kroatien war erst vor eineinhalb Jahren der Europäischen Union beigetreten. Josipovic ist mit der führenden Regierungspartei verbunden. Umfragen hatten darauf hingedeutet, dass er zwar die meisten Stimmen bekommen, die absolute Mehrheit aber verfehlen würde.