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Politik II

Norwegen: Justiz stoppt 220 Briefe von Anders Behring Breivik ++ Italien: Neofaschisten planten Anschläge gegen Politiker ++ China: Peking will UN-Soldaten in den Südsudan schicken

Justiz stoppt 220 Briefe von Anders Behring Breivik

Die Strafvollzugsbehörde in Norwegen hat mindestens 220 Briefe gestoppt, die der verurteilte Attentäter Anders Behring Breivik an unbekannte Adressaten verschicken wollte. Wie die Tageszeitung „Verdens Gang“ am Montag berichtete, vermutet die Kriminalfürsorge, Breivik versuche mit den Briefen ein Netzwerk aufzubauen, das willig sei, für seine Sache zu arbeiten. Die Post sei an Menschen adressiert, zu denen der 35-Jährige vor seinen Terroraktionen keinen Kontakt hatte. Breivik hatte im Sommer 2011 eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und in einem Jugendlager der Arbeiterpartei auf der Insel Utøya wahllos Jugendliche niedergeschossen. 77 Menschen starben. Sein Motiv war Fremdenhass. Er hat seine Tat nie bereut.

Neofaschisten planten Anschläge gegen Politiker

Die italienischen Behörden haben bei einer landesweiten Razzia Anschlagspläne einer neofaschistischen Terrorgruppe aufgedeckt. Insgesamt 14 Menschen aus mehreren Regionen des Landes wurden bei Einsätzen von Antiterroreinheiten festgenommen, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Montag berichtete. Die Gruppe soll „gewalttätige Aktionen gegen institutionelle Ziele“ wie Richter, Politiker oder Ordnungskräfte geplant haben, so die Ermittler. Die Organisation habe mehrmals versucht, dazu Waffen zu beschaffen. Insgesamt ermitteln die Behörden laut Ansa gegen rund 40 Verdächtige. Die Gruppe soll sich an der 1973 aufgelösten neofaschistischen Terrororganisation Ordine Nuovo orientiert haben.

Peking will UN-Soldaten in den Südsudan schicken

Mit einem Einsatz im Südsudan will sich China erstmals mit bewaffneten Soldaten an einer UN-Friedensmission beteiligen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. 700 Soldaten sollten künftig im Südsudan die Truppen der Vereinten Nationen verstärken. Nie zuvor habe China Infanterieeinheiten zu einem UN-Einsatz geschickt. Im Januar sollen die ersten 180 Soldaten in den Südsudan geflogen werden. Die restlichen Einsatzkräfte sollen im März folgen. Die Truppen sollen unter anderem mit Drohnen, Schützenpanzern und panzerbrechenden Waffen ausgerüstet werden. Bislang hat China meist Ingenieure, Mediziner und Logistiker geschickt.