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Politik II

Niederlande: Staatsanwaltschaft hat viele Beweise zu MH17 ++ Russland: Facebook zu Sperrung von Protestseite gezwungen ++ Pakistan: Erste Festnahmen nach Massaker in Schule ++ Frankreich: Polizisten erschießen Messerangreifer

Staatsanwaltschaft hat viele Beweise zu MH17

Bei den Ermittlungen zum Absturz des Passagierfluges MH17 über der Ostukraine hat die niederländische Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben große Fortschritte gemacht. „Wir haben sehr, sehr viele Beweise gesammelt“, sagte der Staatsanwalt Fred Westerbeke am Sonnabend im niederländischen Fernsehen. Es gebe viele Indizien, dass die Maschine am 17. Juli von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen worden sei. „Aber wir untersuchen alle möglichen Szenarien“, so der Ermittlungsleiter.

Facebook zu Sperrung von Protestseite gezwungen

Russland hat Facebook zur Sperrung einer Seite gezwungen, die zu einer Protestversammlung am Tag der Urteilsverkündung gegen den Kreml-Kritiker Alexej Nawalny aufrief. Die russische Internetaufsicht Roskomnadsor teilte am Sonntag mit, die Seite sei auf Anordnung des Generalstaatsanwalts blockiert worden, weil sie eine „ungenehmigte Massenkundgebung“ beworben habe. Zur Zeit ihrer Sperrung hatten sich etwa 12.000 Nutzer auf der Seite angemeldet.

Erste Festnahmen nach Massaker in Schule

Nach dem Taliban-Angriff auf eine Schule mit 148 Toten in Peshawar in Pakistan hat es mehrere Festnahmen gegeben. Innenminister Chaudhry Nisar Ali Khan sagte am Sonntag, es seien Personen in Gewahrsam genommen worden, die das Massaker unterstützt hätten. Nähere Angaben zu Zahl oder Identität der Festgenommenen machte er nicht. Sieben mit Sprengstoff bewaffnete Taliban-Kämpfer hatten am Dienstag die vom Militär betriebene Schule gestürmt und 148 Menschen getötet, darunter 132 Schüler.

Polizisten erschießen Messerangreifer

Französische Polizisten haben einen Mann erschossen, der mit „Allahu Akbar“-Rufen („Gott ist groß“) in ein Kommissariat stürmte und mit einem Messer drei Polizisten verletzte. Der Überfall ereignete sich am Sonnabend im zentralfranzösischen Joué-lès-Tours, wie Medien berichteten. Bei dem Angriff habe einer der Polizisten Schnittwunden im Gesicht erlitten. Der Polizei war der 1994 in Burundi geborene Franzose wegen krimineller Vergehen bekannt.