Diplomatische Beziehungen

Kubas Staatschef macht den USA keine Zugeständnisse

Der historische Neustart zwischen Kuba und den USA hat nach Worten von Staatschef Raúl Castro die Bevölkerung des Karibikstaats besonders gefreut.

„Das kubanische Volk bedankt sich für diese gerechte Entscheidung von US-Präsident Barack Obama“, sagte Castro am Sonnabend vor dem kubanischen Parlament. Zugleich betonte er, dass mit dem US-Wirtschafts- und Handelsembargo das Hauptproblem zwischen beiden Ländern allerdings bestehen bleibe.

Das sozialistische Kuba sei bereit, konstruktiv und auf Augenhöhe mit den USA zu verhandeln, sagte der 83-jährige Castro. Ziel sei eine völlige Normalisierung der bilateralen Beziehungen. Sein Land werde aber seine Prinzipien nicht aufgeben. Bei den anstehenden Gesprächen mit dem alten ideologischen Feind werde seine Regierung mit Besonnenheit auftreten, aber auch „standhaft“ sein, versprach er. Der jüngere Bruder von Revolutionsführer Fidel Castro, 88, hat eine Reform des kubanischen Einparteiensystems stets abgelehnt.