Außenpolitik

Moskau: Neue Sanktionen befeuern Ukraine-Konflikt

Die im Ukraine-Konflikt verhängten neuen Sanktionen der USA und Kanada befeuern die Krise nach Ansicht der russischen Regierung weiter.

„Die Maßnahmen zielen darauf, den politischen Prozess zu stören“, erklärte das Außenministerium in Moskau am Sonnabend. „Wir raten Washington und Ottawa, über die Konsequenzen eines solchen Vorgehens nachzudenken“, hieß es weiter. Die USA hatten am Freitag einen Tag nach der EU den Handel mit der von Russland annektierten Schwarzmeerhalbinsel Krim weitgehend verboten. Auch Kanada verhängte neue Sanktionen. Die EU untersagte etwa Investitionen auf der Krim sowie den Export von Gütern aus dem Öl- und Gassektor.

Wegen der Ukraine-Krise hatte der Westen bereits früher Sanktionen gegen Russland verhängt, insbesondere im Finanz-, Rüstungs- und Energiebereich. Nach Einschätzung des russischen Staatschefs Wladimir Putin sind diese zu „25 bis 30 Prozent“ für die Wirtschaftskrise in seinem Land verantwortlich. Russland kämpft derzeit mit der schwersten Wirtschaftskrise seit 16 Jahren. Seit Jahresbeginn verlor der Rubel rund 40 Prozent seines Werts.