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Umweltschutz: Ecuador verbittet sich deutsche Kontrolle ++ Bundestagswahlen: Kretschmann sieht gute Chancen für Grüne

Ecuador verbittet sich deutsche Kontrolle

Ecuador hat die Zusammenarbeit mit Deutschland im Umweltschutz einseitig aufgekündigt. Ecuadors Regierung werde „nicht akzeptieren, dass die Zusammenarbeit zu einem Instrument der Aufsicht wird“, sagte Außenminister Ricardo Patiño am Freitag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz. Hintergrund ist ein Streit um die verweigerte Einreise für eine Delegation deutscher Parlamentarier. Er kündigte an, die 2013 erhaltenen sieben Millionen Euro an Deutschland zurückzuzahlen. Mitglieder des Bundestags-Umweltausschusses wollten Anfang Dezember den Yasuní-Nationalpark besuchen und sich dort mit Aktivisten treffen, die gegen eine Ölförderung mobil machen.

Kretschmann sieht gute Chancen für Grüne

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht die Grünen auf einem Kurs, der 2017 in eine Regierungsbeteiligung im Bund münden könnte. Auf dem Bundesparteitag in Hamburg im November hätten die Grünen vernünftige Beschlüsse in der Flüchtlings- und in der Außenpolitik getroffen, sagte der Grünen-Politiker in Stuttgart. „Wenn wir so weiterarbeiten und mit realistischen Forderungen und umsetzbaren Konzepten um Mehrheiten für unsere Politik werben, bin ich überzeugt davon, dass wir dann gute Chancen haben, in der nächsten Bundesregierung vertreten zu sein.“ Die Partei ziehe Konsequenzen aus dem Ergebnis bei der Bundestagswahl 2013.