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Politik II

Aufklärungskampagne: Videos sollen Jugendliche vor Islamisten warnen ++ Museumsprojekt: Koffer von Auschwitz-Opfern werden sicher gelagert ++ Rede vor 25 Jahren: Festakt mit Altkanzler Helmut Kohl in Dresden

Videos sollen Jugendliche vor Islamisten warnen

Mit Kurzfilmen in sozialen Netzwerken will die Bundeszentrale für politische Bildung Jugendliche vor islamistischer Propaganda warnen. Für die Kampagne seien etwa Videobotschaften von Rappern oder jungen Imamen geplant, sagte Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale. „Wir wollen Jugendlichen, die Gefahr laufen, der Propaganda des sogenannten Islamischen Staates auf den Leim zu gehen, zeigen: Ihr könnt euch auch anders entscheiden.“ Man wolle eine junge Zielgruppe ansprechen, die von den klassischen Formaten der politischen Bildung nicht erreicht werde.

Koffer von Auschwitz-Opfern werden sicher gelagert

Die Koffer von Todesopfern aus dem Konzentrationslager Auschwitz werden künftig besonders sicher aufbewahrt. Die Gepäckstücke seien in klimatisierten und feuersicheren Schränken untergebracht worden, sagte der Sprecher des Auschwitz-Museums, Pawel Sawicki. Von den insgesamt 3800 Koffern finden 1800 Platz in den maßgefertigten Schränken. Die 2000 Übrigen werden im Museum ausgestellt, werden aber immer wieder mit denen im Lagerraum ausgetauscht. Die verbesserte Lagerung wurde von der Europäischen Union mitfinanziert.

Festakt mit Altkanzler Helmut Kohl in Dresden

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat Altkanzler Helmut Kohl (beide CDU) als „Macher der Deutschen Einheit“ gewürdigt. Er habe es meisterhaft verstanden, Ängste bei den Nachbarn und Partnern zu überwinden und Vertrauen aufzubauen, sagte Tillich bei einem Festakt anlässlich der historischen Kohl-Rede vor 25 Jahren in Dresden. Kohl hatte am 19. Dezember 1989 in Dresden an der damaligen Ruine der Frauenkirche gesprochen.