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Schloss Bellevue: 4000 Menschen protestieren gegen Krieg ++ Anti-Islamismus: Muslimische Gemeinden fürchten um ihre Sicherheit

4000 Menschen protestieren gegen Krieg

In Berlin haben mehrere tausend Menschen für Frieden demonstriert. Rund 4000 Teilnehmer hätten sich zum Protest unter dem Motto „Verantwortung für unser Land heißt: Nein zu Krieg und Konfrontation“ versammelt, sagten Polizei und die Organisatoren des Bündnisses „Friedenswinter 2014/2015“. Sie trafen sich am Sonnabend am Hauptbahnhof und marschierten zum Schloss Bellevue. Dort protestierten sie gegen Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck zur Rolle der Bundeswehr. Man wolle eine weitere Militarisierung nicht mittragen, sagte ein Sprecher. Zum Abschluss der Aktion sprach auch der katholische Theologe Eugen Drewermann.

Muslimische Gemeinden fürchten um ihre Sicherheit

Vertreter muslimischer Gemeinden haben sich besorgt über einen wachsenden Zulauf anti-islamischer Bewegungen in Deutschland gezeigt. Der Gemeindevorsitzende der Sehitlik-Moschee in Berlin-Neukölln, Ender Cetin, sagte im Inforadio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), er fürchte, dass sich die anti-islamische Mobilisierung nicht auf Dresden beschränke. Vielmehr könnte sie auch auf andere Städte überschwappen.

Die Moscheen fürchteten um ihre Sicherheit. Schon seit 2012 werde eine Zunahme der Anschläge auf Moscheen beobachtet, sagte Cetin. Es gebe aktuell „über 2500 Moscheen, die sich gefährdet fühlen durch die Angriffe von Rechtsradikalen“.