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Politik II

Luxemburg: Steuerabsprachen auch mit Disney und Skype ++ Ägypten: Entscheidung über 188 Todesurteile verschoben ++ Initiative: Irans Präsident Ruhani will regionales Anti-IS-Bündnis ++ Synode: Vatikan befragt Katholiken weltweit zu Ehe und Familie

Steuerabsprachen auch mit Disney und Skype

Die Affäre um extrem lukrative Steuervorteile für internationale Großkonzerne in Luxemburg zieht weitere Kreise. Entsprechende Absprachen mit den Finanzbehörden hatten unter anderem auch der Internetkonzern Skype, Disney und der Hygieneartikelhersteller Reckitt Benckiser, wie NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ am Dienstagabend berichteten. Demnach haben auch fast alle großen Beraterfirmen mit Luxemburg zusammengearbeitet. Betroffen seien neben Pricewaterhouse-Coopers auch Deloitte, Ernst & Young sowie KPMG, hieß es.

Entscheidung über 188 Todesurteile verschoben

Ein Beschluss über die Hinrichtung von 188 Muslimbrüdern in Ägypten ist „aus Sicherheitsgründen“ um vier Wochen vertagt worden. Die ursprünglich für den 24. Januar angekündigte Entscheidung durch ein Gericht in Gizeh solle nun am 22. Februar fallen. Die Urteile liegen derzeit zur Begutachtung beim Großmufti des Landes. Dessen Votum ist allerdings nicht bindend. Gegen das abschließende Urteil können die Beschuldigten noch Berufung einlegen. Die 188 Angeklagten waren vor einer Woche wegen der Beteiligung am „Massaker von Kerdasa“ zum Tod verurteilt worden, 37 von ihnen in Abwesenheit.

Irans Präsident Ruhani will regionales Anti-IS-Bündnis

Irans Präsident Hassan Ruhani hat ein regionales Bündnis gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeregt. Eine solche Allianz wäre im Kampf gegen den IS weitaus effektiver als die von den USA geführte internationale Koalition, sagte Ruhani am Dienstag auf einer Anti-IS-Konferenz in Teheran. „Wir müssen in der Region zu einem gemeinsamen Verständnis kommen, dann könnten wir auch den IS in kürzester Zeit beseitigen“, betonte er. Politische Differenzen der Staaten in der Region hingegen würden den IS nur weiter stärken.

Vatikan befragt Katholiken weltweit zu Ehe und Familie

Der Vatikan hat als Vorbereitung auf die im kommenden Herbst beginnende zweite Familiensynode erneut einen Fragebogen an Katholiken in aller Welt verschickt. Mit dem 46 Fragen umfassenden Dokument solle das Ergebnis der ersten Synode vertieft werden,. In der Umfrage, die in den kommenden Tagen an die Bischofskonferenzen der Länder verschickt werden soll, geht es erneut um heikle Themen wie etwa den Umgang mit Geschiedenen und Homosexuellen, bei denen die Synode im Oktober keinen Konsens erzielte.