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Politik II

Niederlande: Anklage gegen kenianischen Präsidenten fallen gelassen ++ Israel: Mehrheit will anderen Ministerpräsidenten ++ Thailand: König sagt Auftritt zu seinem 87. Geburtstag ab

Anklage gegen kenianischen Präsidenten fallen gelassen

Die Staatsanwaltschaft am internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag hat die Anklage gegen den kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit fallen gelassen. Das teilte die Sprecherin der Chefanklägerin Fatou Bensouda, Florence Olara, am Freitag mit. Kenyatta war beim Strafgerichtshof des Mordes, der Verfolgung und anderer unmenschlicher Taten als „indirekter Mittäter“ bei den Unruhen nach den Wahlen 2007 angeklagt worden. Mehr als 1000 Menschen wurden damals getötet.

Mehrheit will anderen Ministerpräsidenten

Der israelische Wahlkampf wird für Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zur Aufholjagd: Laut einem am Freitag veröffentlichten Umfrageergebnis bekämen derzeit Parteien rechts von seinem Likud zusammen mit Ultrareligiösen eine Mehrheit in der Knesset. Nach einem Streit insbesondere über ein Gesetz zur nationalen Identität Israels hat Netanjahu seine bisherige Koalition platzen lassen und den Prozess zur Auflösung des Parlaments und einer vorgezogenen Neuwahl im Frühjahr eingeleitet. Das Umfrageergebnis lässt den Wunsch vieler Israelis nach einem Wechsel im Ministerpräsidentenamt erkennen.

König sagt Auftritt zu seinem 87. Geburtstag ab

Thailands König Bhumibol Adulyadej hat aus gesundheitlichen Gründen einen öffentlichen Auftritt zu seinem 87. Geburtstag abgesagt. Die Ärzte hätten ihm nach einer Fiebererkrankung von einem Auftritt abgeraten, teilte der Palast am Freitag mit. Der Gesundheitszustand Bhumibols, der seit sechs Jahrzehnten als Garant der Einheit Thailands gilt, schürt angesichts der aktuellen Krise Ängste um den Zusammenhalt des Landes. Der Monarch hat nach einer Operation der Gallenblase den Großteil der vergangenen Monate im Krankenhaus verbracht.