Nachrichten

Politik II

Transplantation: China verzichtet auf Organe von Hingerichteten ++ DNA-Test: Festgenommenes Kind ist Tochter des IS-Chefs ++ Bilanz: Vatikan ist reicher als bislang angenommen

China verzichtet auf Organe von Hingerichteten

China will künftig bei Transplantationen weitgehend auf Organe von hingerichteten Gefangenen verzichten. Ab Januar sollten nur noch Organe von freiwilligen Spendern verwendet werden, zitierten chinesische Medien am Donnerstag den Leiter des nationalen Transplantationsausschusses, Huang Jiefu. Gefangene kämen dann zwar weiter als Spender infrage, ihre Bereitschaft würde dann aber berücksichtigt. Schätzungen zufolge stammten bislang fast zwei Drittel der transplantierten Organe von toten Gefangenen. Von zehn Millionen Chinesen sind nur jeweils sechs Personen zur Organspende bereit. Jährlich seien etwa 300.000 Menschen in China auf Spenderorgane angewiesen, aber nur rund 10.000 Transplantationen würden durchgeführt.

Festgenommenes Kind ist Tochter des IS-Chefs

Bei einem vor knapp zwei Wochen im Libanon in Gewahrsam genommenen Mädchen soll es sich tatsächlich um eine Tochter des Führers der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, handeln. Der libanesische Innenminister Nohad Machnuk sagte, dies hätten DNA-Tests ergeben. Bei der ebenfalls festgenommenen Frau handele es sich um die Mutter des Kindes. Sadscha al-Dulaimi sei mit dem IS-Chef vor sechs Jahren drei Monate lang verheiratet gewesen. Der Irak habe libanesischen Behörden für die Tests DNA-Proben von al-Bagdadi zur Verfügung gestellt. Das Mädchen und zwei andere Kinder, die mit der al-Dulaimi festgenommen worden seien, befänden sich in einem Kinderaufnahmezentrum.

Vatikan ist reicher als bislang angenommen

Die finanzielle Ausstattung des Vatikans ist offenbar weit besser als angenommen. „Mehrere hundert Millionen Euro wurden beiseitegelegt und tauchten in den Bilanzen nicht auf“, schreibt der Präfekt des vatikanischen Wirtschaftssekretariats, Kardinal George Pell, im britischen Kirchenmagazin „Catholic Herald“. Der Vatikan sei nicht pleite, es gebe umfangreiches Vermögen und Investitionen. Pell kontrolliert die Finanzen der vatikanischen Behörden und ist für die Einführung moderner Buchhaltungsstandards verantwortlich. Vor allem der Rentenfonds müsse angesichts der Ausgaben der kommenden 15 bis 20 Jahre gestärkt werden, erläutert der australische Kurienkardinal. Er kämpfe gegen einen „sehr entwickelten Unabhängigkeitssinn in einzelnen Vatikanabteilungen“.