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Politik II

Botschaft: Ägyptische Terrorzelle tötet angeblich einen US-Bürger ++ Gewalt: Doppelanschlag auf Markt im Nordosten Nigerias ++ Wechsel: Donald Tusk ist neuer EU-Ratspräsident ++ Erklärung: Papst und Religionsführer verurteilen Menschenhandel

Ägyptische Terrorzelle tötet angeblich einen US-Bürger

Eine mit dem Islamischen Staat (IS) verbündete Terrorzelle in Ägypten hat nach eigener Darstellung einen US-Bürger getötet. Die islamistische Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis („Unterstützer Jerusalems“) habe eine entsprechende Botschaft am späten Sonntagabend im Kurzmitteilungsdienst Twitter verbreitet, berichtete die Beobachtergruppe Site. Die Islamisten seien auch im Besitz der Ausweisdokumente des 58 Jahre alten Mitarbeiters einer texanischen Ölfirma. Das Unternehmen hatte bereits im August mitgeteilt, einer ihrer Mitarbeiter sei beim Versuch einer Entführung in der Wüste südlich der Hauptstadt Kairo getötet worden. Die Terrorzelle gab keine Details über Zeitpunkt und Umstand der mutmaßlichen Tötung bekannt.

Doppelanschlag auf Markt im Nordosten Nigerias

Eine Woche nach dem Doppelanschlag mit 45 Toten im nigerianischen Maiduguri sind an gleicher Stelle erneut zwei Bomben gezündet worden. Zwei Selbstmordattentäterinnen hätten mindestens fünf Marktbesucher mit in den Tod gerissen, es gebe 47 Verletzte, sagte Polizeisprecher Gideon Jibrin. Nach Angaben von Augenzeugen hatte sich eine Selbstmordattentäterin auf dem Markt der Großstadt im Nordosten Nigerias in die Luft gesprengt. Nachdem sich mehrere Menschen am Tatort versammelt hatten, sei dort dann eine zweite Bombe gezündet worden. Bereits am vergangenen Dienstag hatten sich zwei Selbstmordattentäterinnen in kurzem Abstand auf demselben Markt in die Luft gesprengt. Wer für die Attentate verantwortlich ist, stand zunächst nicht fest.

Donald Tusk ist neuer EU-Ratspräsident

Als erster Osteuropäer hat der frühere polnische Ministerpräsident Donald Tusk das Amt des Präsidenten des Europäischen Rates übernommen. Der 57-Jährige löste am Montag den Belgier Herman von Rompuy ab, der das Amt seit 2009 innehatte. Tusk wird in den kommenden zweieinhalb Jahren die Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschef organisieren. Der liberal-konservative Politiker war bis September sieben Jahre lange polnischer Regierungschef und übernahm das EU-Amt mitten in der Ukraine-Krise. Europa müsse international stark sein, „seine Grenzen schützen und die unterstützen, die unsere Werte teilen“, sagt Tusk in seiner Antrittsrede. Als wichtige Aufgabe nannte er den Kampf gegen die schwache Wirtschaftslage in Europa.

Papst und Religionsführer verurteilen Menschenhandel

Spitzenvertreter der großen Religionen unterzeichnen am heutigen Dienstag in Rom gemeinsam mit Papst Franziskus im Vatikan eine Erklärung zum Kampf gegen Menschenhandel. Wie das Global Freedom Network, eine Vereinigung von Religionsvertretern, am Montag in Rom mitteilte. Dazu reisen unter anderen der Groß-Imam der Al-Azhar-Universität in Kario, Ahmed al-Tayyeb, das Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, Erzbischof Justin Welby, sowie der britische Oberrabbiner David Rosen an. Der Buddhismus wird durch den obersten buddhistischen Priester von Malaysia, Datuk K Sri Dhammaratana, vertreten. Anlass der Unterzeichnung ist der Welttag zur Abschaffung der Sklaverei, der am Dienstag weltweit begangen wird.