Asylpolitik

Flüchtlinge in Krankenversicherung

Flüchtlinge in Deutschland sollen nach dem Willen der Grünen-Fraktion im Bundestag künftig die gleiche medizinische Versorgung erhalten wie gesetzlich Versicherte.

Das geht aus einem Entschließungsantrag für den Bundestag hervor, der der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt. Unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status sollen alle in Deutschland lebenden Menschen in die gesetzliche Krankenversicherung einbezogen werden, heißt es. Die Kosten von etwa 490 Millionen Euro im Jahr solle der Bund erstatten. „Es ist ein humanitäres Armutszeugnis, dass für Schutzsuchende nur eine medizinische Minimalversorgung voller bürokratischer Hürden vorgesehen ist“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen, Maria Klein-Schmeink, der Zeitung. Das führe dazu, dass Krankheiten unnötig auftreten oder lange verschleppt werden: „Das vergrößert das Leid, aber auch den späteren medizinischen Behandlungsaufwand.“