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Stuttgart 21: Prozess um Wasserwerfer wird wohl eingestellt ++ Wiesn-Anschlag: Bundesanwaltschaft prüft neue Ermittlungen

Prozess um Wasserwerfer wird wohl eingestellt

Das vorzeitige Ende des Prozesses um den Wasserwerfereinsatz gegen Stuttgart-21-Demonstranten wird immer wahrscheinlicher. Die Staatsanwaltschaft hat dem Antrag des Landgerichts auf Einstellung des Verfahrens gegen zwei Polizeiführer wegen absehbar geringer Schuld zugestimmt, wie die Behörde am Montag bestätigte. Damit könnte der seit Juni laufende Prozess an diesem Mittwoch zu Ende gehen. Ursprünglich war er bis zum 22. Dezember terminiert. Zuvor muss aber eine andere Kam-mer noch über Befangenheitsanträge der Nebenkläger gegen das Gericht entscheiden. Es hatte vorschlagen, den Prozess gegen Geldzahlung einzustellen.

Bundesanwaltschaft prüft neue Ermittlungen

Nach neuen Hinweisen prüft die Bundesanwaltschaft die Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfest-Anschlag vor 34 Jahren mit 13 Toten und mehr als 200 Verletzten. Anlass sei ein Antrag des Opferanwalts Werner Dietrich von Ende SeptemberDemnach soll Dietrich eine Zeugin ausfindig gemacht haben, die einen mutmaßlichen Mittäter des Anschlags vom 26. September 1980 namentlich benennt. Die Ermittlungen zu dem Anschlag waren im November 1982 eingestellt worden, weil keine Hinweise gefunden worden waren, dass neben dem damals ums Leben gekommenen rechtsextremen Studenten Gundolf Köhler weitere Täter an dem Anschlag beteiligt gewesen waren.