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Jemen: 80 Menschen sterben bei Unruhen ++ USA: Republikaner provozieren Pipeline-Streit

80 Menschen sterben bei Unruhen

Bei Unruhen im Jemen sind innerhalb von drei Tagen mindestens 80 Menschen getötet worden. Das sagten lokale Behördenvertreter und Augenzeugen am Sonnabend. Demnach gab es seit Donnerstag in der zentralen Provinz al-Baida Kämpfe zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und Anhängern der sunnitischen Terrororganisation al-Qaida. Unter den Toten seien auch sieben Kinder, sagte ein Sprecher der Stadt Radaa, in deren Nähe die Gefechte weitergingen. Sie seien bei der Bombardierung einer Schule, die als Flüchtlingscamp benutzt worden sei, ums Leben gekommen. Der Jemen wird seit Monaten von schweren Unruhen gebeutelt.

Republikaner provozieren Pipeline-Streit

In Washington bahnen sich nach den Kongresswahlen erste größere Konfrontationen an. Es geht um eine Pipeline. Das US-Repräsentantenhaus stimmte für den Bau der umstrittenen Keystone-XL-Pipeline, die Rohöl von Kanada bis in den Süden der USA bringen soll. Sollte auch der Senat kommenden Dienstag zustimmen, stünde Präsident Barack Obama vor einer schwierigen Situation. Er ließ bereits durchblicken, dass er ein Veto einlegen würde. Nach ihrem Wahlsieg beherrschen die Konservativen beide Parlamentskammern. Ohne ihren Willen kann Obama keine Gesetze mehr durchbringen. Er kann jedoch Gesetzesinitiativen durch sein Veto abschmettern – und durch Verordnungen regieren.