Nachrichten

Politik II

Frankreich: Verlegung von Jets nach Jordanien geplant ++ Vatikan: Papst Franziskus reist nach Straßburg ++ Irak: Islamisten verbreiten angebliche Rede von IS-Chef ++ Pakistan: Atomwaffenfähige Rakete getestet ++ Vereinte Nationen: Schuld für Gräueltaten in Nordkorea liegt bei Kim

Verlegung von Jets nach Jordanien geplant

Frankreich erwägt eine Verlegung von Kampfjets nach Jordanien, um die radikale IS-Miliz im benachbarten Irak schneller angreifen zu können. „Wir denken über eine Stationierung in Jordanien nach“, sagte Armeesprecher Gilles Jaron. „Das würde die Zeit in der Luft zwischen Starts und Einsätzen über dem Irak verringern.“ Gespräche mit den Behörden in Amman liefen bereits. Einem Diplomaten zufolge wird noch im November mit einer Entscheidung gerechnet.

Papst Franziskus reist nach Straßburg

Papst Franziskus spricht am 25. November vor dem Europaparlament und vor dem Europarat in Straßburg. Als bislang einziger Papst hatte Johannes Paul II. (1978–2005) 1988 vor dem Europaparlament gesprochen. Eine Einladung an Benedikt XVI. (2005–2013) konnte vor dessen Amtsverzicht nicht mehr umgesetzt werden. Der Besuch von Papst Franziskus ist dessen erste Reise in ein EU-Land außerhalb Italiens.

Islamisten verbreiten angebliche Rede von IS-Chef

Nach Spekulationen über den Tod von Islamisten-Chef Abu Bakr al-Bagdadi wurde eine ihm zugeschriebene Rede auf mehreren islamistischen Internetseiten veröffentlicht. In der als Tonaufnahme und Text verbreiteten Erklärung werden die Anhänger seines Islamischen Staates (IS) zum Angriff auf die saudische Regierung aufgerufen. Die Echtheit der Erklärung ließ sich zunächst nicht bestätigen. Es war spekuliert worden, Bagdadi sei im Irak bei einem US-Luftangriff verwundet oder getötet worden.

Atomwaffenfähige Rakete getestet

Pakistan hat nach eigenen Angaben am Donnerstag erneut erfolgreich eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete getestet. Die Rakete des Typs Shaheen II habe eine Reichweite von rund 1500 Kilometern und könne konventionelle sowie atomare Sprengköpfe tragen, teilte das Militär mit. Angaben zum Ort des Tests machte die Armee nicht. Die verfeindeten benachbarten Atommächte Pakistan und Indien erproben immer wieder Raketen.

Schuld für Gräueltaten in Nordkorea liegt bei Kim

Gegen Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un liegen nach Angaben eines UN-Beauftragten ausreichend Beweise vor, um ihn wegen massiver Menschenrechtsverstöße zur Rechenschaft zu ziehen. Sonderberichterstatter Marzuki Darusman, sagte, die Schuld an den von staatlicher Seite begangenen Taten könne eindeutig Kim zugewiesen werden. Kim sollte der Prozess gemacht werden wegen des Befehls von Verbrechen, die vergleichbar zu Gräueltaten in der Nazi-Zeit seien.