Sprengsatz

Verletzte durch Anschlag auf U-Bahn in Kairo

Islamisten ermorden fünf Sicherheitskräfte auf dem Sinai

Durch einen Sprengstoffanschlag auf die U-Bahn der ägyptischen Hauptstadt Kairo sind mindestens 16 Menschen verletzt worden. Ein selbstgebauter Sprengsatz sei am Donnerstag während der Hauptverkehrszeit in einem Waggon explodiert, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Auf der Sinai-Halbinsel töteten bewaffnete Islamisten fünf Sicherheitskräfte.

Zunächst hieß es, in der U-Bahn von Kairo seien vier Menschen direkt durch die Explosion und weitere zwölf Menschen bei einer anschließenden Panik verletzt worden. Das Gesundheitsministerium gab später an, alle 16 Menschen seien bei der Panik leicht verletzt worden, niemand durch den Sprengsatz selbst. Nach Angaben der Verkehrsgesellschaft war der kleine, selbstgebaute Sprengsatz in einer Tasche versteckt.

Auf dem Sinai töteten Aufständische zwei Polizisten und drei Soldaten. Nach offiziellen Angaben gerieten die Opfer in von den Rebellen errichtete Straßensperren und wurden erschossen, als sie als Wehrpflichtige identifiziert wurden. Ein Angriff ereignete sich demnach am Stadtrand von Rafah an der Grenze zum Gazastreifen, wo die Armee derzeit Häuser abreißt, um eine Pufferzone zu errichten. Der zweite Vorfall wurde aus der Stadt Scheich Suweid weiter westlich gemeldet.

In Ägypten gibt es immer wieder blutige Anschläge, für die meist die Dschihadistengruppe Ansar Beit al-Makdis verantwortlich gemacht wird. Die Extremistengruppe schwor erst am Montag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) offiziell die Treue. In der vergangenen Woche waren bei Anschlägen in Kairo und Umgebung vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden, darunter bei einem Bombenanschlag in der Kairoer U-Bahn.