Nahost-Konflikt

Israel schließt wieder die Grenzen zum Gazastreifen

Als Reaktion auf den Abschuss einer Rakete aus dem Gazastreifen hat Israel die Grenzübergänge zu dem palästinensischen Küstengebiet wieder geschlossen.

Die beiden Übergänge Eres und Kerem Schalom seien bis auf Weiteres sowohl für Personen als auch für Materiallieferungen gesperrt, sagte eine Militärsprecherin. Ausnahmen gelten lediglich für humanitäre Hilfe. Eine aus dem Küstenstreifen abgefeuerte Rakete war am Freitagabend im Süden Israels in der Region von Eschkol eingeschlagen. Laut Armee gab es weder Verletzte, noch Sachschaden. Es war die erste Raketenattacke auf Israel seit Mitte September. Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas hatten am 26. August unter Vermittlung Ägyptens eine Waffenruhe geschlossen.

Heftig gestritten wird in Israel und der Region weiterhin um den Umgang mit dem Tempelberg. In den vergangenen Tagen hatte es in Ostjerusalem schwere Zusammenstöße gegeben. Die für Muslime und Juden heiligen Stätte wurde zeitweise abgeriegelt, nachdem der jüdische Ultranationalist Jehuda Glick in Jerusalem angeschossen und der mutmaßliche palästinensische Schütze von der Polizei getötet worden war. Die Arabische Liga warnte Israel am Sonntag vor einer „roten Linie“ im Zusammenhang mit dem Tempelberg. Jordaniens König Abdullah II. versicherte, sich „einseitigen Maßnahmen“ Israels entgegenzustellen. Jordanien ist für die Verwaltung der heiligen Stätten in Ostjerusalem zuständig.