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Politik II

Türkei: Viele Flüchtlinge sterben vor Istanbul ++ Frankreich: Gewalt bei Protesten nach Tod von Demonstranten ++ Somalia: Präsident kritisiert Einmischung der UN ++ Nigeria: 32 Tote bei Selbstmordanschlag

Viele Flüchtlinge sterben vor Istanbul

Vor der Küste der türkischen Metropole Istanbul sind beim Untergang eines Boots mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich vermutlich um Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan, teilten die städtischen Behörden mit. Nach zwölf weiteren werde zunächst noch gesucht. Nur sechs der Passagiere konnten gerettet werden. Die Küstenwache suchte den ganzen Tag über mit Unterstützung von Tauchern, Helikoptern und Fischerbooten nach weiteren Überlebenden.

Gewalt bei Protesten nach Tod von Demonstranten

Eine Woche nach dem Tod eines jungen Demonstranten in Frankreich haben sich Hunderte Menschen in mehreren Städten an Kundgebungen gegen Polizeigewalt beteiligt. In Paris versammelten sich am Sonntag rund 300 Menschen zu einer nicht genehmigten Kundgebung, 66 wurden nach Angaben der Polizei vorläufig festgenommen. In Nantes und Toulouse gab es am Sonnabend Ausschreitungen mit mindestens neun Verletzten und Dutzenden Festnahmen.

Präsident kritisiert Einmischung der UN

Der somalische Präsident Hassan Sheikh Mohamud hat sich gegen eine Einmischung der internationalen Gemeinschaft in die Politik seines Landes gewehrt. Somalia habe das Recht, seine eigene Zukunft zu bestimmen, und die Anführer der politischen Fraktionen müssten ihre Differenzen selbst beilegen, sagte er am Montag. Mohamud bezog sich damit auf kritische Aussagen eines UN-Vertreters über den Machtkampf zwischen ihm und Ministerpräsident Abdiweli Sheikh Ahmed.

32 Tote bei Selbstmordanschlag

Ein Selbstmordattentäter hat im Nordosten Nigerias 32 Menschen mit in den Tod gerissen. 119 weitere seien verletzt worden, berichteten Krankenhausvertreter. Demnach zündete der Angreifer in der Stadt Potiskum am Rande einer religiösen Prozession Sprengsätze. Für den Anschlag wurden mutmaßliche Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich gemacht. In den vergangenen Wochen hatte Boko Haram mehrere Städte erobert.