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Nigeria: Entführter Deutscher ist Geisel von Boko Haram ++ Syrien: Peschmerga in Kobane beziehen Stellung ++ Nordkorea: Außenminister Steinmeier besucht Grenze

Entführter Deutscher ist Geisel von Boko Haram

Die Islamistengruppe Boko Haram hält nach eigenen Angaben einen im Juli im Nordosten Nigerias entführten Deutschen als Geisel. Das sagte Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau in einem Video. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Fall äußern. Der Deutsche war am 16. Juli von Bewaffneten verschleppt worden. Der Überfall ereignete sich in der Stadt Gombi, rund 100Kilometer von Yola, der Hauptstadt des Bundesstaates Adamawa. Der Deutsche leitete in Gombi ein staatliches Bildungszentrum.

Peschmerga in Kobane beziehen Stellung

Kurdische Peschmerga haben im Nordirak eine neue Offensive begonnen, um die Stadt Sindschar aus der Gewalt der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu befreien. Die Kämpfer griffen die Extremisten von mehreren Seiten mit schweren Waffen an, sagte ein Vertreter der kurdischen Kräfte. Der IS habe nicht näher bezifferte Verluste erlitten. Im nordsyrischen Kobane bezogen die Peschmerga aus dem Nordirak kurz nach Ankunft in der Stadt ihre Stellungen. Rund 150 Kämpfer sollen den Kurden helfen, die belagerte Stadt an der Grenze zur Türkei gegen den IS zu verteidigen.

Außenminister Steinmeier besucht Grenze

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Sonnabend die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besucht. „Gerade hier an der Demarkationslinie zwischen Süd- und Nordkorea werden bei uns Deutschen natürlich Bilder wach, die den Alltag des Kalten Kriegs in Europa beherrscht haben“, sagte der SPD-Politiker. Den Koreanern wünsche er, dass die Teilung nicht für die Ewigkeit sei. Steinmeier hatte zuvor mit seinem südkoreanischen Kollegen Yun Byung Se in Seoul die Führung Nordkoreas gedrängt, ihr Atomprogramm aufzugeben.